Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Was ist nur aus der Friedenspartei SPD geworden?

13.03.2018, Uwe Habermann, Pastow

Sigmar Gabriel als noch Außenminister in Wismar:

„Europa müsse sich in die Welt hinausbewegen, nicht allein mit Waffen, aber auch.“ Das also ist die Vision des ehemaligen Außenministers 75 Jahre nach Leningrad. Lehren aus der eigenen Geschichte, immer bemüht beim Kampf gegen Rechts, Fehlanzeige. Aber als Wirtschaftsminister hat Herr Gabriel ja schon dafür gesorgt, dass die Rüstungsausgaben einen neuen Höchststand erreicht haben. Diese Tendenz wird im Koalitionsvertrag der GroKo festgeschrieben. „Russland könne ein Angreifer sein“, so Gabriel. Man verstößt gegen die 4+2-Verträge, die eine Nato-Osterweiterung verbietet, stationiert wieder unter Vertragsbruch Truppen an der russischen Grenze und wundert sich über Russland, das sich wehrt? 75 Jahre nach Leningrad stehen wieder deutsche Panzer an russischen Grenzen, und das deutsche Volk schaut zu. Was ist eigentlich los in diesem Land? Die USA betreiben weltweit ca.1000 Militärbasen, Russland ganze 28. Wer bedroht hier wen? Das sollte Herr Gabriel mal erklären. Der Drohnenkrieg wird durch die USA völkerrechtswidrig aus Deutschland geführt (Ramstein), in Deutschland sind 58.000 Soldaten fremder Streitkräfte stationiert. Das sind 25,5 % der Gesamttruppenstärke in Deutschland (Bundeswehr Stand 2017: 169.856). Wozu, Deutschland liegt in Mitteleuropa. Oder sind wir ein besetztes Land? Aber gut, dass neueste amerikanische Atomwaffen in „nuklearer Teilhabe“ (Natosprache) endlich unter deutsche Tornados passen. Und da fragt man sich in der SPD, warum es bei den Wahlen nur noch bergab geht. Die Schweiz zeigt eindrucksvoll, dass friedliches Leben miteinander durchaus möglich ist und Wohlstand bedeutet. Kein Modell für Deutschland?

 

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