Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Was ist los im Jugendhilfeausschuss?

23.01.2012, Herbert Stekla

Jedes Jahr spielt sich das selbe Trauerspiel ab, wenn es darum geht, im Jugendhilfeausschuss die Fördergelder auf die einzelnen Vereine und Verbände zu verteilen. In jedem Jahr gewinnen viele Träger und Vereine der Jugendarbeit mehr den Eindruck, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zu geht. Die Mitglieder dieses Gremiums scheinen weniger der »Hilfe« für die Jugend und der Jugendarbeit verpflichtet zu sein, als vielmehr der Lobbyarbeit für bestimmte Projekte. Von Transparenz bei der Verteilung der knappen Mittel kann dabei in keiner Weise die Rede sein.

Mitspracherecht und Rechenschaft gewährt der Jugendhilfeausschuss niemandem. Mit Pauschalurteilen über die »schlechte Arbeit« der Vereine ist man ohne Sachkunde aber schnell bei der Hand. Es werden immer dieselben gefördert, die ihre Vertreter im Ausschuss sitzen haben und immer wird bei denselben zusammen gestrichen. Der traditionsreiche Förderverein Jugendschiff »Likedeeler« e.V. musste jetzt wegen der fehlenden finanziellen Mittel, alle pädagogischen, technischen und Verwaltungskräfte entlassen. Ohne qualifizierte Kräfte kann es keine qualifizierte Kinder und Jugendarbeit geben. Allein mit den engagierten, ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern, kann man so ein Objekt nicht normal betreiben. Ein irreparables Absinken der Qualität ist zu befürchten. Um Gerüchten entgegen zu steuern wäre es angebracht, genau zu veröffentlichen, welcher Verein bekommt was? Wem wurden aus welchen Gründen Mittel gestrichen. Die Zahlen des Jahres 2010 sollten als Maßstab genommen werden.

 

 

 

 

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.