Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Was also tun?

16.07.2012, Siegfried Spantig

Seit 20 Jahren wird für uns im Osten die Geschichte der DDR aufbereitet. Diesen Liebesdienst bekommen wir umsonst, nur dem Staat kostet er viel Geld. Aber die Politik meint, das Geld ist gut angelegt, wissen doch unsere Neubürger nicht so richtig, wie sie von 1945 bis 1990 gelebt haben.

In der alten BRD war das anders. Die Menschen dort wussten, was die Glocke geschlagen hatte. Dafür gibt es auch viele schriftliche Beweise. So schrieb zum Beispiel der Herr Vizeadmiral F. Ruge in einer Denkschrift im Sommer 1960: »Das Ziel des Gegners ist die Bolschewisierung Deutschlands.«

So weit ich mich erinnere, durchlebte die DDR damals gerade ihren »sozialistischen Frühling«. Und das Land macht heute noch so weiter. Weit und breit ist kein Handtuch-Feld zu sehen, nur die weiten Schläge der Agrargenossenschaften beherbergt Mecklenburgs hoher Himmel. Sehr zum Ärger der Spekulatnen, die ganze Völker hungern lassen, damit das Milliardengeschäft blüht.

Aber das ist nicht unsere Welt, wir leben in Deutschland, stehen im harten Kampf mit der jüngsten Geschichte unseres Landes, die man zwar nicht ändern, aber umschreiben kann. Aber auch nicht kann, denn das Schreiben von rechts nach links, das geht nicht, und von links nach rechts erst recht nicht. Was also tun?

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