Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Warum nur negativ?

28.05.2013, Barbara Fenske, Wölzow

Zu den Leserbriefen: „Rotkäppchen lügt ?“ und „Rudel – Heimat“

Beide Artikel zeigen ein negatives Wolfsbild auf. Der NABU geht bei der Neuansiedlung nicht von

Ausnahmezuständen aus, wie Bürgerkriege, Revierzerstörungen usw. , sondern von ausgewählten

Gebieten, die für Wolfsrudel geeignet sind. Die dort lebenden Menschen werden auf ihre neuen

tierischen Nachbarn vorbereitet und die Wolfsrudel von Biologen beobachtet.

Dr. Erik Zimen, ein sehr renommierter Wolfsbiologe und einer der bekanntesten Verhaltensforscher in Europa, hat in seinem Buch: „Der Wolf“ bewiesen, dass Rotkäppchen und der Wolf schon lange nicht mehr aktuell sind.

Als Antwort auf die negativen Wolfsartikel habe ich zwei Zitate aus diesem Buch ausgewählt.

Zitat 1

Kapitel: Rückkehr des Wolfes in Europa

Seite: E 15

Zeile: 25 – 38

Seite: E 16

Zeile: 1 – 4

........, dass eine echte Wiederkehr des Wolfes nach Deutschland sehr schwer möglich sein wird, solange das Jagdrecht den Jägern die Vollmacht zum Abschuss wildernder Hunde einräumt. Dieses spätfeudale Recht ist ohnehin in der heutigen Zeit ein Anachronismus. Wer heute zur Hatz auf den Wolf bläst (oder auf jeden Hund, der außer Sichtweite eines dazugehörigen Menschen durch den Wald läuft), hat nicht mehr die öffentliche Meinung auf seiner Seite, auch wenn er sich um seine

>> Beschützerpflichten << gegenüber Mensch und Wild bemüht.

Viele Menschen verbinden mit der Wiederkehr des Wolfes eine große Hoffnung: Ist das Comeback nicht ein Zeichen, ein Symbol dafür, dass sich die geschundene Natur wieder regenerieren kann? Ausdruck dieser Hoffnung war wohl auch die Wahl des Wolfes zum Tier des Jahres 2003 .

Zitat 2

Kapitel : Angriffe gegen Menschen

Seite: 131

Zeile : 1 – 8

Die mit Erlangung der Geschlechtsreife zunehmende Aggressivität der Wölfe äußert sich bei den nichtzahmen Wölfen nur bei innerartlichen Auseinandersetzungen. Andra und Großkopf waren Menschen gegenüber in keiner Weise aggressiver oder weniger scheu.

Bei den gegenüber Menschen sozialisierten Wölfen , die den Menschen also ebenfalls als Sozialpartner betrachten, war es aber anders - ...............

Barbara Fenske, Wölzow

 

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