Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Warnstreik im öffentlichen Dienst

21.03.2012, Karlheinz Schmidt

Was ich schon immer sagen wollte, zum Warnstreik des öffentliches Dienstes: Ich bin diesbezüglich geteilter Meinung. Die Aufgabe des öffentlichen Diens­tes ist es, der Öffentlichkeit zu dienen, deshalb auch in einigen Fällen der Sonderstatus mit seinen Privilegien. Dienen die Damen und Herren nun wirklich mit ihrem Verhalten dem Allgemeinwohl? Sicherlich nicht, wenn am Dienstag, dem langen Sprechtag der Behörden, das Amt geschlossen bleibt und wenn am Mittwoch laut Öffnungszeiten sowiseo geschlossen ist, wäre es wohl sinnvoller gewesen, an diesem Tag zu streiken. Bei allem Verständnis für das Anliegen der Mitarbeiter, führt diese Handlungsweise zum Unverständnis bei den Bürgern. Der Haushalt der Hansestadt unterliegt einem strengen Sparzwang. Und es kann gespart werden, wenn die vorherrschende Bürokratie in den Ämtern einmal gründlich durchforstet wird und ein Teil der bürokratischen Hürden entfernt würde, könnte viel unnützige Beschäftigung eingespart werden. Sicherlich ergibt sich folgerichtig eine Personalreduzierung und andererseits eine Mehrbelastung der übrigen Mitarbeiter. Die Lohnkosteneinsparung kann dann locker für die Lohnforderung der verbliebenen Mitarbeiter eingesetzt werden. Der eine oder andere Be­schäftigte wird zwar seinen angestammten Arbeitsplatz verlieren, aber auf Grund seiner Leistungs-Selbsteinschätzung und angemessenen Lohnerwartungen unverzüglich einen neuen Arbeitgeber finden.

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