Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

War in der DDR alles schlecht

07.10.2019, Klaus-Dieter Thiel, Hagenow

Wie zu erwarten und darauf hingewiesen, erhöht sich zum 30. Jahrestag des Mauerfalls der politische Druck. Aufgeregt ihre Erfahrungen und Meinungen zur Wendezeit zu schildern, schießen sie wie Pilze aus dem Boden und machen die DDR schlecht, was das Zeug hält. Das ist der Kurs von Merkel u.a. maßgeblicher Politiker wie u.a. Schäuble und Steinmeier, sowie der Medien. ... Dem schließen sich auch gerne die sogenannten »Promis«, z.B. Emmerlich, Stumph, Freudenberg, Kiewel, an. Eigenartig, dass die, die in der DDR gefördert wurden und Vorteile hatten, sich auch in den Vordergrund stellen. Da gibt es aber auch andere, die sich nicht scheuen, ihre Meinung zur DDR zu äußern. So z.B. RA Diestel, ich zitiere »In der DDR war ich glücklich« ... »die seit der Einheit vorherrschende DDR-Sicht zu revidieren oder differenzieren.« Der Trainer des Bundesligaklubs SC Paderborn Steffen Baumgart zur Jugend in der DDR: »Ich habe im Osten eine sehr schöne Jugend erlebt. Ich hatte nie das Gefühl, eingesperrt zu sein. Im Nachhinein haben viele Leute Geschichten erzählt, aber die wenigsten haben es besser gewusst.« Meinungen von zwei gestandenen Männern, deren Meinung ich ausdrücklich teile. Aus vielen Gesprächen weiss ich, dass nicht wenige, die gleiche Haltung haben, dieses aber in der Öffentlichkeit nicht äußern.

Klaus-Dieter Thiel, Hagenow

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.