Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Wahlwochenende in Rostock

07.02.2012, M. Höhne

Meine Freude ist groß über das klare Votum für unseren OB Roland Methling. Von 53,8 Prozent im ersten Wahlgang träumt so mancher Politiker oder »Möchtegern-Politiker«. Der größte Teil der Rostocker Wähler hat – trotz oft falscher Darstellungen in den Medien – die Leistungen des alten und neuen OB damit gewürdigt. Ich denke der Satz gilt noch immer: Wer über so viele Jahre das größte Event im Norden – die Hanse Sail – für Rostock zu so einem Erfolg geführt hat, hat gezeigt, dass er ein guter Kommunalpolitiker sein kann. Verlierer zu sein macht dagegen keinem Spaß. So ist die geringe Wahlbeteiligung aber nicht nur die Schuld von Herrn Methling allein, vielmehr sollten sich alle Kandidaten und die Bürgerschaft Gedanken zu diesem Thema machen. Als einen Schlag ins Gesicht der Demokratie – wie Frau Liebich – empfinde ich das noch lange nicht. Auch der Meinung von Frau Jens kann ich mich nicht anschließen, dass der OB einen Neuanfang im Umgang mit der Bürgerschaft starten soll. Gerade sie als Präsidentin der Bürgerschaft sollte wissen, dass die oft ablehnende Haltung der Bürgerschaft, ohne durchführbare Gegenvorschläge, viele positive Vorstöße des OB ausgebremst hat. Auch hier gilt der Grundsatz: Allen Menschen wohlgetan ist eine Kunst, die Niemand kann. Übri­gens betrachte ich es als große finanz-politische Leistung, dass während der bisherigen Amtszeit von Herrn Methling durch den Schuldenabbau von ca. 40 Millionen Euro die finanzielle Eigenständigkeit von Rostock gewahrt blieb. Ich wünsche mir, dass die Rostocker Bürgerschaft nicht parteipolitisches Gerangel, sondern das Wohl der Bürger und die Weiterentwicklung unserer Hansestadt in den Vordergrund stellt. Das soll mit dem neuen OB – wie die Wähler entschieden haben – und nicht gegen ihn erfolgen.

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