Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Waffen als Kindergeschenk unter dem Weinachsbaum?

20.12.2017, Hartmut Lindner, Rostock

Auf der vorletzten Seite eines Werbeprospektes wurde mit 20 Prozent Rabatt u. a. Kriegsspielzeug in Form von Handfeuerwaffen auch mit Dreibein angeboten.Halbautomatisch, mit Schulterstütze und Zielfernrohr, bei einer Reichweite bis zu 30 m auch mit Dauerfeuer!

Ich habe als Kind die letzten Kriegsjahre miterlebt. Gut kann ich mich noch erinnern, wie meine Mutter den kleinen Koffer nahm und mit mir sehr schnell in den Keller rannte. Dort saßen schon einige Personen und wir hörten die Flugzeuge und sahen auch den angerichteten Schaden nach dem Alarm. Häuser waren zerstört und es gab auch Tote.

Viele Personen werden auch solche Erlebnisse haben, die vergisst man nie! Auch mein Vater ist im Krieg gefallen! Ich frage mich jetzt, warum müssen solche »Spielsachen« unter dem Weihnachtsbaum liegen? In vielen Länderen der Welt ist noch Krieg, sterben Menschen und besteht Not und Leid und das Waffengeschäft ist so stark wie nie. Ich bin der Meinung, unsere Politiker sollten Enfluss nehmen, dass solches Kriegsspielzeug nicht angeboten wird und auch nicht in der Werbung für Kinder. Waffen sind Geräte, die den Tod bringen und das auf beiden Seiten!

Mich würde die Haltung des Rostocker Friedenbündnis zu dieser Frage interessieren.

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