Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Vorsilbe »un«

11.11.2010, H. Meier

Die Vorsilbe »un« bedeutet »nicht« bzw. »kein«. Zum Beispiel Unsinn bedeutet keinen Sinn, eine Sache ist unsinnig. Nun gibt es Worte, die feststehende Begriffe sind. Zum Beispiel »Untiefe«, da denken wir gleich an ein Schiff, das auf eine Untiefe aufgelaufen ist. Also Untiefe im Sinne der Schifffahrt. Oder »Unkraut« (besser Wildkraut), was Landwirte und Kleingärtner nicht mögen.

In letzter Zeit lesen wir immer mal wieder das Wort »Unrechtsstaat« in Bezug auf die ehemalige DDR. Unser Ministerpräsident Erwin Sellering, ein ehemaliger Richter, sagt: Die DDR war kein Unrechtsstaat. Recht hat er, als Richter weiß er mit der deutschen Sprache umzugehen. Jeder Staat ist ein Rechtsgebilde, hat eine Verfassung (Grundgesetz) und erlässt Gesetze (Regeln). Man stelle sich ein Fußballspiel ohne Regeln vor! Wäre die DDR ein »Unrechtsstaat« gewesen, so wäre heute zum Beispiel keine Ehe, kein Kaufvertrag usw. rechtens, ja nicht mal eine Geburtsurkunde! Also, genau hinsehen Frau H. Kraft (Ministerpräsidentin in NRW), Herr J. Gauck und viele andere. Vielleicht sollten diese Leute Nachhilfe im Fach »Deutsch« belegen.

Der letzte MP der DDR, Lothar de Maiziére, auch Jurist, meinte, das Wort »Unrechtsstaat« sei unglücklich. Ich sage, er hat »rumgeeiert« bzw. jein gesagt, wie es ja bei dergleichen Leute häufig geschieht.

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