Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Von hinten durch die Brust

19.07.2015, Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin

Es gibt zwei Möglichkeiten,ein Land zu erobern-durch Waffen oder durch die Banken.

Der zweite Weg ist das Konzept der deutschen Bundesregierung,gegenüber Griechenland.

Was jahrelang stillschweigend an Schlamperei und bewusste Lügen durch die griechischen Vorgängerregierungen verschuldet wurde,ohne das die EU auch nur gemuckt hätte,wird nun einer linken Regierung angelastet und verlangt,dass diese in kürzester Zeit,Änderungen herbei führt.

Dabei haben Frau Merkel und Herr Schäuble,in ihrer schulmeisterlichen Art versucht,einen kalten Staatsstreich in Griechenland zu erreichen. Indem man die Daumenschrauben immer weiter anzuziehen versuchte,glaubte man,die Stimmung im Volk so zu beeinflussen,dass die neue Regierung aufgeben müsste.

Dieses schändliche Spiel ist zum Glück gescheitert.

Auch wieder in der jüngsten Bundestagsdebatte wurde wieder versucht,dem deutschen Steuerzahler zu suggerieren,welche grossen Geldleistungen Deutschland schon an die Griechen geleistet hätten. Das erweckt bei vielen Menschen den Eindruck,die Griechen lägen auf der faulen Haut und würden nur auf die nächste Hilfe warten. Wahr ist aber,dass von dem vielen Geld,bei den griechischen Menschen nicht ein Euro angekommen ist. Es ging und geht immer nur darum,neue Kredite dafür zu geben,dass das Land seine Rückzahlungen an die Banken des Auslandes leisten kann. Mit anderen Worten-das Geld,das man der griechischen Regierung in die linke Tasche steckt,holt man gleich aus der rechten Tasche wieder heraus.

Erkläre da mal einer,wie es so gelingen soll,einen Neuanfang zu erreichen?

Es ist unbestritten,dass es in Griechenland viel in Ordnung zu bringen gibt,aber was viele Jahre mit Hilfe der EU zugelassen und geduldet wurde,kann man nicht sofort,und vor allem nicht einseitig auf Kosten des Volkes ,beseitigen

Wenn die Bundesregierung ihre viel betonte Solidarität mit Griechenland wirklich ernst meint,dann soll sie aufhören,die linke Regierung zu erpressen und ihr Spielraum für eine wirkliche Veränderung geben.

 

Karl-Heinz Fehrmann Schwerin

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