Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Verletzter Seeadler

03.05.2019, Siegbert Geitz, Gingst

Nachdem in der Nähe von Dreschvitz auf Rügen am vergangenen Wochenende erneut ein verletzter, völlig apathischer Seeadler gefunden und in den Stralsunder Zoo gebracht wurde, habe ich Strafanzeige gegen »Unbekannt« erstattet.

Nachdem im Februar schon ein Seeadler gefunden wurde, werde ich das Gefühl nicht los, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, deshalb die Strafanzeige! Unabhängig davon, was mit dem Seeadler vom Wochenende ist, fordert die Bürgerinitiative Gingst F.E.I.N. die privaten Waldbesitzer auf, dafür zu sorgen, dass endlich, wie in den staatlichen Forsten auch, in privaten Forsten keine Bleimunition mehr verwendet wird, da Bleivergiftungen eine der Hauptursachen für den Tod von Seeadlern sind. Seeadler nehmen die Bleimunition beim Fressen von liegengelassenen Kadavern auf und zersetzen das Blei auf Grund ihrer starken Magensäure innerhalb kürzester Zeit. Meist kommt dann jede Hilfe zu spät.

Eine erste Maßnahme wäre es auch, wenn die Jäger keine Jagdabfälle liegen lassen würden.

Ich würde mich freuen, wenn alle diejenigen, die sich um die Zukunft ihrer und unserer Kinder sorgen, auch entsprechend handeln würden. Das Verbot von Bleimunition ist ein Gebot der Stunde! Siegbert Geitz, Sprecher der BI, Gingst

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