Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Unzureichend

14.05.2019, Udo Brummund, Gammelin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Viele Fragen, wenig Antworten"
im Schweriner Blitz vom 14.05.2019

Zu »Viele Fragen, wenig Antworten«, 5. Mai.

Es ist leider immer wieder auffällig, dass vor den Kommunalwahlen einzelne Einwohner in ihrer eigenen Unzufriedenheit nach negativen Aspekten im Gemeindeleben suchen und wenn keine da sind, werden sie extra erfunden. Vorher wurden diese Bürger nicht gesehen. Ihr Artikel gibt die Unzufriedenheit eines dieser Einwohner wieder. In dem Sinne wäre die Kennzeichnung als Leserbrief erforderlich gewesen. Ich sehe es als problematisch an, dass Sie derart journalistisch unsauber arbeiten. Zu einer neutralen Berichterstattung gehört mehr als die Wiedergabe einer Meinung und natürlich auch die Nachfrage bei dem kritisierten Bürgermeister und den Gemeindevertretern. Ich wohne in einem schönen Ort, mit intakter Infrastruktur, aktiven Vereinen, Freiwilliger Feuerwehr mit Jugendfeuerwehr, einer Sportgruppe, Kirchgemeinde und vielen engagierten Bürgern. Wir haben in der Vergangenheit viel für den Erhalt und Entwicklung unserer Gemeinde getan. Bei der Bewertung der Zukunftsfähigkeit der Gemeinden in unserem Amt (20 Gemeinden) hat mein Dorf in der Punktzahl den ersten Platz belegt. Das ist das Ergebnis der vorausschauenden Arbeit des Bürgermeisters, der Gemeindevertreter und vieler aktiver Bürger. Herausragend dabei war der Erhalt unserer Grundschule, die als Mittelpunkt des Dorfes seit vielen Jahrzehnten das Dorf lebendig macht. Erfreulich ist die steigende Schülerzahl in den letzten Jahren. Dadurch ergibt sich aber, trotz Anbau im Jahr 2014, Platznot fiir die Kinder. Deshalb haben die Gemeindevertreter den Entschluss gefasst, eine Sporthalle für den Sportunterricht zu bauen. Dadurch könnte der jetzige, eigentlich auch zu kleine Sportraum, als zusätzlicher Klassenraum genutzt werden. Mit diesem Thema befasst sich die Gemeindevertretung seit einigen Jahren und hat das auch in den öffentlichen Sitzungen thematisiert. Die Umsetzung dieses Wunsches scheiterte bisher an fehlenden Zusagen zur Förderung des Baus seitens des Landes. Durch Hartnäckigkeit des Bürgermeisters scheint es möglich zu werden, die notwendige Förderung zu erhalten. Trotz Förderung würde es für die Gemeinde Gammelin keine leichte Aufgabe werden, aber dieses Ziel ist es wert! Weiterhin ist die Darstellung einer notwendigen Generalabrechnung mit der scheinbar fehlenden Unterstützung der Feuerwehr so nicht richtig. Nach meiner Meinung resultieren einige Defizite aus mangelnder Konsequenz in der Organisation. Der Bürgermeister und die Gemeindevertreter haben auf vorangehenden Sitzungen die Bereitschaft zur Unterstützung unserer Wehr bekräftigt. Bereits im August erhält unsere Wehr ein nagelneues Einsatzfahrzeug. Im Haushalt sind jährlich Mittel für die Ausstattung der Kameraden vorgesehen. In Ihrem Artikel wird auch die »Verstümmelung« einer Kastanie im Ort beklagt. Richtig ist, dass von dieser Kastanie Gefährdungen ausgingen. Aus diesem Grunde ist die Einkürzung der Kastanie durch die Gemeinde vorgenommen worden. Ich begrüße ausdrücklich die Beseitigung dieser Gefahr. Auf die Nachfrage zur Zulässigkeit der Maßnahme hat das Amt Hagenow am 2.05.2019 eine Antwort gegeben. Das war vor der Veröffentlichung Ihres Artikels, in dem das Schweigen der zuständigen Behörden bezüglich der Nachfragen beklagt wurde. In Gammelin ist, wie bereits geschildert, dank einer engagierten Arbeit des Bürgermeisters und der Gemeindevertreter, schon seit J ahren etwas in positiver Bewegung. Schade, dass Sie so einseitig und unzureichend über meine Gemeinde berichteten. Sie erweckten den Eindruck, dass an den Interessen der Einwohner vorbei entschieden wird, dem muss ich entschieden widersprechen.

Udo Brummund, Gammelin

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