Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Unterwanderung der politischen Parteien durch V-Leute von ausländischen Geheimdiensten?

03.06.2016, Martina Plischka, Plau
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Wahlkampf ohne Alternative"
im Rostocker Blitz vom 05.06.2016

Herr Savatzki hat völlig recht und ich vermute, die Mehrheit der Menschen in diesem Land empfindet es ebenso. Ich glaube, die Demokratie hat sich bereits seit langer Zeit verabschiedet, wenn sie überhaupt je existierte. Anders, als in anderen Ländern, gab es hier keine Volksentscheide nur Volkszählungen, das Recht auf Generalstreik bleibt unserer Bevölkerung ebenfalls versagt.

Somit ist und war die Demokratie wahrscheinlich immer nur eine Illusion bzw. eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. Im Hintergrund steuern Mächtige und Vermögende das Geschehen und halten die Fäden der willigen und für Geld zu allem bereiten Marionetten in Händen.

Wahrscheinlich werden neu gegründete, politische Bewegungen oder neu gegründete Parteien gleich welcher politischer Ausrichtung, von Anfang an von V-Leuten gegründet und gesteuert um Unzufriedene auf Linie zu bringen. Vermutlich werden bestimmte Parteien erst deshalb gegründet, um zu sehen, wer und wie viele Menschen mit dem politischen System unzufrieden sind und eine Veränderung herbeiführen wollen.

Wenn man als Parteimitglieder bemerkt, dass innerparteilich gemobbt wird und die Mitglieder untereinander immer nur mit sich selbst beschäftigt sind, ist der Verdruss gross und man verlässt fluchtartig und frustriert das politische Feld. Bleiben, werden nur diejenigen, die diese Partei gegründet haben und die machen die Lücken dicht. Es wird nur jemand nach oben gelangen, der auf einer Linie ist, andere erhalten keine Chance. Eine effektive Zermürbungstaktik mit System, die sich leider schlecht beweisen lässt. Als Beobachter sieht man, wie viele junge Parteimitglieder, die frisch von der Uni kommen, keinerlei berufliche Erfahrung besitzen, ganz zu schweigen von Lebenserfahrung, in erstaunlich beeindruckender Weise politisch Karriere machen. Von links nach Mitte oder rechts, egal. Früher musste man einen langen Atem haben, bis man als Abgeordneter nach oben kam. Heute wird man direkt von den Unis zum Berufspolitiker. Wer wundert sich da eigentlich noch über die ungerechten und katastrophal unsozialen Zustände in diesem Land?

In Zeiten von NSA & Co. bietet sich die Frage an, in wie weit ausländische Geheimdienste durch ihre Aktivitäten hierzulande innerparteilich massive Einflussnahme betreiben. Eine Unterwanderung politischer Parteien durch V-Leute ist nicht Neues aber wäre es nicht naiv, anzunehmen, dies gelte nur für deutsche Geheimdienste?

Fest steht für mich: Für Geld machen auch hierzulande manche Leute wirklich alles und diese Unterwanderung wirkt sich wie schleichendes Gift auf unsere Gesellschaft aus und gilt als eigentlich Gefahr für den Frieden.

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.