Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Unruhe am Schweriner Staatstheater

02.04.2019, Dr. Hans Bomke, Schwerin

Ende letzten Jahres wurde auf eine Verbesserung des Betriebsklimas am Mecklenburgischen Staatstheater gehofft. Jetzt berichtet die Presse von Klagen in einem offenen Brief: Weitere Vertiefung der Krise zwischen der Intendanz und den Schauspielern, Musikern und Sängern, lähmender Stillstand, weitgehende Zerrüttung des Vertrauens zwischen Mitarbeitern und Intendanz, Ignorierung anderer Meinungen durch den Generalintendanten, zu wenige Aufführungen u.a.. Mit dem Vertrauen kann es offensichtlich am Schweriner Theater tatsächlich nicht weit her sein. Und wenn, wie zu lesen ist, »die Probleme ausgesessen und weggelächelt werden – auf Kosten des Theaters«, dann sollte selbst eine Kultusministerin nicht »verwundert« tun, dass es zum offenen Brief gekommen ist. Bereits ein Arbeitsgericht war bekanntlich mit der unsäglichen Situation befasst. Schlimmere Zustände kann es kaun noch geben, wenn z.B. von Angst, von Niveauzerstörung und Vertrauten des Theaterchefs als Zuträger die Rede ist. In einer derartigen Atmosphäre lässt es sich nicht gut arbeiten. Das kann Schwerin sich nicht leisten. Und wenn ich den April-Spielplan sehe: im ersten Drittel nur zwei Stücke im Großen Haus, das war früher anders, besser.

Dr. Hans Bomke, Schwerin

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