Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Ungeheuerlich -Wie wahr!

12.02.2014, Manfred Statzkowski, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Ungeheuerlich von H.Burmeister,Rostock"
im Rostocker Blitz vom 09.02.2014

Ungeheuerlich passt wirklich zum Leserbrief des Herrn H.Burmeister, Rostock.

Ein Vergleich DDR zwischen Nazi-iDeutschland kommt im kritisierten Leserbrief nicht vor!

Auf die persönliche Verunglimpfung gehe ich nicht ein, da die Art des Leserbriefes signalisiert, welcher Zeitgeist Einfluss genommen hat.

H.Burmeister hat mich aufgefordert über das DDR-Parteiensystem nochmals Selbststudium zu betreiben.

Bitte H,Burmeister für Sie in Großbuchstaben: MEINE PERSÖNLICHE SICHTWEISE!

Sie mögen gerne eine andere haben,deswegen bezichtige ich Sie nicht der Lüge!

1.Ja es gab die Blockparteien.

Die Führungsrolle beansprucht ohne wenn und aber die SED und hat diese manifestiert!

Die Blockparteien waren damit nicht gleichberechtigt,sondern gleichgeschaltet.Liebevoll auch"Blockflöten" genannt.

 

2.Innen-und Außenpolitik und Wirtschaft wurden einzig und allein im Politbüro der SED entschieden.

Untersetzt über Parteileitungen in den Bezirken,Kreisen,Städten und Gemeinden bis in die Betriebe war die "Machtstruktur" bestens aufgestellt.

Die großen Massenorganisationen und Einheitsgewerkschaft

DTSB,DFD,GST,DSF und FDGB fest unter Kontrolle der Partei.

Sogar die eigenen "Kaderschmiede" Freie Deutsche JUGEND wurde von Vorsitzenden geführt, die den Begriff Jugendlicher um Jahrzehnte überschritten hatten.

So sieht Vertrauen in die "eigene Jugend" aus?

Dort wo eine offizielle Präsenz der Partei SED nicht möglich war, wie Kirche,Sportgemeinschaften,Angelvereine,Gartenvereine und im Privaten,ja bis in die Familie kamen dann inoffiziell die Staatsbürger Horch und Guck zum Einsatz.

Die Volkskammer ein Deckmantel der Demokratie- Abnicken und Jubeln.Langjährige Abgeordnete leiden noch heute unter Schleudertrauma durch andauernde Nickbewegung.

Das alles musste nachträglich für die weltweite Öffentlichkeit dargestellt werden.

Deshalb die Wahlen mit der wahnwitzigen Vorgabe von 99 + X

Ja-Stimmen. Wahlrecht wurde Wahlpflicht!

Als Ende der 80er immer mehr den Mut hatten nicht zu wählen oder Nein zu sagen, Wahlfälschungen!!!!

Das Ende der DDR!

Ein großer Kommunist und Marxist prägte folgende Worte:

"Vorwärts immer - Rückwärts nimmer"

und

" Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf"

Ja mancher denkt Marxist er wär - wie irrte der!

Vorwärts schon lange nicht mehr und den Sozialismus in seinen Lauf, hielt er selbst mit seinen Ochs und Esel auf.

Satire zur Planerfüllung.

Der VEB Schlachthof Entenhausen ans Politbüro:

Hochverehrter Genosse Honecker, verehrte Genossen des Politbüros,

Voller Stolz und Freude melden wir bei der Produktion von Entenkeulen eine Planübererfüllung.

Durch die zusätzliche Schlachtung von 10.000 Enten, konnten wir den Sozialisten Handel 30.000 Keulen zusätzlich anliefern.

Mit sozialistischen Gruß

F.v. Münchhausen Hans Nimmerklug

Betriebsparteisekretär Betriebsleiter

 

Zum Schluss ein Zitat von Kurt Tucholsky, leider zeitlos und auch heute gültig: "Eine Regierungi st nicht der Ausdruck des Vokswillens, sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt"!!!!!!!!!!!!!!

Glück auf

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.