Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Unbillige Forderungen

09.09.2017, Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin

Viele Jahrzehnte hat der Oder\Neisse-Friedensvertrag zwischen Polen und der Regierung der DDR für ein friedliches Nebeneinander Deutschlands und Polens garantiert. In diesem Vertrag hat Polen die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs anerkannt und auf alle weiteren Reparationen Deutschlands verzichtet. Nun plötzlich bringt die polnische Regierung auf dem Weg zur angestrebten großpolnischen Nation wieder Forderungen in Milliardenhöhe aufs Tapet und reißt damit alte Gräben auf. Unbestritten ist, dass die deutschen Nazis den Polen viel Leid und Elend angetan haben. Aber Tatsache ist auch, dass Polen in der Vergangenheit viel Hilfe und Unterstützung empfangen hat und noch als eines der größten Nehmerländer der EU erhält. Immer wieder führt Warschau den Verlust von Gebieten im Osten an Stalin ins Feld und begründet damit seine antirussische Haltung. Dabei wird aber geflissentlich verschwiegen, dass Polen ganz Schlesien und die größten Teile Pommerns zugeschlagen bekam, was wesentlich dafür war, dass Polen Oberhaupt eine Rolle in der europäischen Wirtschaft spielen konnte. Wer heute an diesen Tatsachen rütteln will und unbillige Ansprüche stellt, der gefährdet das friedliche Leben der Völker. Das sollte die EU den polnischen Nationalisten unmissverständlich klar machen.

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