Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Tourismuskonzeption der Stadt Rostock

05.08.2011, Manfred Hein
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "»Tourismuskonzeption nimmt Fahrt auf«"
im Rostocker Blitz vom 31.07.2011

Mit Erstaunen und Verwunderung las ich den Artikel »Tourismuskonzeption nimmt Fahrt auf« im BLITZ am Sonntag vom 31. Juli aus zweierlei Gründen:

1. Kann die Hansestadt sich bei der derzeitigen Finanzlage eine solche Studie überhaupt leisten? Die Kosten wären sicherlich auch für die Bürger der Hansestadt interessant. Das Geld könnte wahrscheinlich viel nutzbringender für die Entwicklung der touristischen Infrastruktur oder zur Unterstützung der zahlreichen touristischen Veranstaltungen eingesetzt werden!

2. In beiden Artikeln ist von »erste Tourismuskonzeption« die Rede. Wenn man nicht beckmesserisch einen Unterschied zwischen Leitlinien und Konzeption machen will, ist diese Aussage schlicht falsch. Auch Befragungen von Unternehmen und Gästen hat es seit 1990 mehrfach gegeben. Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen:

1990 – Entwicklungskonzeption für den Tourismus im Großraum der Hansestadt Rostock, erarbeitet im August vom damaligen Amt für Tourismus und Kongresswesen und dem Verkehrsverein der Hansestadt Ros­tock;

1991 – Senatsvorlage »Vorstellungen zur Entwicklung der Bewertungskapazität in der Hansestadt Rostock;

1993/94 – Entwicklungs- und Marketingkonzeption des Tourismus ... und der Universität Rostock, Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften;

1996/97 – Strategische Leitlinien der Tourismusentwicklung in der Hansestadt Rostock, erarbeitet von den Vereinen PROTOUR und REWAS in Rostock. Alle touristisch relevanten Unternehmen, Vereine etc. erhielten im Rahmen einer Stärken-Schwächen-Analyse den Fragebogen »Umfrage zu Stand und Perspektiven des Tourismus in der Hansestadt Rostock« und alle Einrichtungen mit direktem Touris­tenkontakt in der Rostocker Innenstadt und in Warnemünde erhielten 4.000 Fragebögen »Befragung von Übernachtungs- und Tagesgästen«.

2000 ... – Konzeption Beherbungseinrichtungen, Leitlinien der Stadtentwicklung, Strategien und Ziele ... (Kienbaum).

Interessant wird es sein, ob in der gegenwärtig sich in Arbeit befindlichen Studie auch eine Wertung der Verwirklichung der in den oben genannten Dokumente ausgeführten Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfolgt und veröffentlicht wird. Darauf bin ich als ehemaliger Beteiligter und interessierter »Rand-Rostocker« sehr gespannt.

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