Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Tod eines tuberkulosekranken Fleischers!

07.01.2019, Helmut Kurzmann, Görslow

Ich las letztens in einer Tageszeitung, das ein rumänischer Fleischer an Tuberkulose starb! Wie ist so etwas möglich? Tuberkulose und Kinderlähmung und viele andere Krankheiten waren

doch bereits ausgerottet. Die arme kleine DDR war in der Lage, jedes Jahr eine Reihenuntersuchung bei allen Bürgern zu machen. Da kamen die Röntgenwagen in das kleinste Dorf. Die Gemeindeschwestern passten auf, dass auch alle geröntgt wurden. Ein Fleischer, der mit Lebensmitteln zu tun hat und krank wird, dazu noch Tuberkulose, ist auf alle Fälle nicht untersucht worden. Warum nicht? In der DDR lief ohne Gesundheitspaß gar nichts. Wer mit Lebensmitteln zu tun hatte, musste auf alle Fälle einen Gesundheitspass haben. Es gab auch eine Impfpflicht, deshalb waren auch fast alle Kinderkrankheiten verschwunden. Aber wie gesagt eben »Impfpflicht«, da passten auch die Gemeindeschwestern schon auf. Das alles wurde wegrationalisiert! War ja ein DDR Produkt! Nun haben wir offene Grenzen, da kann kommen wer will, ob geimpft oder nicht. Ob untersucht oder nicht. Wir sind ein freies Land, da ist alles freiwillig. Wenn gesunde Menschen angesteckt werden, dann haben sie eben Pech gehabt. Wenn Fleisch mit Tuberkeln verseucht ist, ist das eben Schicksal!? Ich habe mich immer impfen lassen und bin mittlerweile 83, also ich

glaube, impfen ist richtig und wichtig. Darüber sollten alle, die das Sagen haben, einmal so richtig nachdenken.

Helmut Kurzmann, Görslow

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