Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Tierschutz – ein Witz

08.02.2015, Ramona Krause, 19089 Crivitz

Es liest sich alles so wunderbar, wenn über den Tierschutz geschrieben wird. Doch geht es ans Eingemachte, dann kann man als Normalbürger keine Hilfe von ihnen erwarten und auch die Stadt Crivitz zieht in diesem Fall buchstäblich den Schwanz ein. Auf der Crivitzer Stadtrandsiedlung „züchtet“ ein Bewohner Katzen munter drauflos. D. h. Sterilisation und Kastration kommen nicht in Frage. Sichtbar sind im Augenblick fünf bis sechs Schnurrer, wie viele davon männlich bzw. weiblich sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Gehen wir von einem Verhältnis 50-50 aus, die zweimal im Jahr vier bis fünf Katzenkinder zur Welt bringen, die dann auch nicht an der Fortpflanzung gehindert werden, dann wird diese Population irgendwann explodieren. Daran ändern auch nicht die manchmal zu schnelle fahrenden Autos an der Gädebehner Straße. Bei uns haben sich mittlerweile vier Streuner eingefunden. Beim Amt Crivitz stießen wir auf taube Ohren und auch der Katzenverein von Garwitz hatte nur leere Versprechungen zur Hand. Die Viererbande haben wir sterilisieren bzw. kastrieren lassen, natürlich auf eigene Kosten und wir werden diese auch durchfüttern. Allerdings fand sich heute Morgen die fünfte Katze im Bunde ein, die kläglich nach Futter jammerte. Wo bleibt da der Tierschutz, der uns regelmäßig Zahlungsaufforderungen für eine Spende ins Haus schickt? Hilfe und Schutz für die Tiere sieht anders aus.

Ramona Krause

 

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