Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Thema Druwappelplatz (Rostock/Reutershagen)

09.07.2015, Anonym, Rostock (Name dem Verlag bekannt)

Sehr geehrte Damen und Herren,

stellvertretend für viele Anwohner in Reutershagen, in Rostock und in der Umgebung möchten wir Stellung nehmen bzw. Fragen in den Raum stellen, die bislang unbeantwortet geblieben sind oder erst gar nicht gestellt wurden. In der Vergangenheit wurde des Öfteren über die Freifläche des Druwappelplatzes in Reutershagen und dessen mögliche Bebauung berichtet. Die Berichterstattung über eine geplante Bebauung des Druwappelplatzes erfolgte unserer Meinung nach sehr einseitig. Viele Anwohner, mit denen wir bereits Gespräche führten, waren über die dort abgedruckten Äußerungen recht verwundert.

Fragwürdig ist offensichtlich die Behauptung, dass der Druwappelplatz ein öffentlicher, für jedermann zugängiger Platz sei, da dieser Jahrzehntelang eingezäunt war und teilweise inoffiziell von privater Hand als Gartenanlage genutzt wurde. Wir staunten nicht schlecht, dass kurz nachdem die Idee der Bebauung dieser Fläche aufkam, nun plötzlich von einem öffentlichen Raum die Sprache ist und die Zäune teilweise demontiert wurden. Die Initiative, die von den direkten Anwohnern ausgeht und die sich für diesen vermeintlich „öffentlichen Raum“ stark machen, hätte demnach schon vor Jahren für Ihr Anliegen eintreten können. Was gegen die Behauptung eines „öffentlichen Platzes“ spricht, ist die Aktion einiger Anlieger, die mit Protestschildern bis kurz vor Bekanntmachung der möglichen Bebauung des Druwappelplatzes, die Pflege der Grünflächen von der Stadt Rostock einforderten. Die Stadt Rostock verwies diesbezüglich mehrmals darauf, dass es sich bei dem Druwappelplatz, um einen NICHT öffentlichen Platz handele und demnach andere Flächen Vorrang hätten. Den Anliegern wurde demnach mehrmals die Bedeutung des Platzes und dessen Pflege kommuniziert. Vielleicht resultiert sogar aus diesen Anliegeranfragen das Interesse der Stadt über die zukünftige Nutzung bzw. möglichen Bebauung der bislang ungenutzten Fläche des Druwappelplatzes.

Uns ist natürlich klar, dass die direkten Anlieger Ihren Gewohnheiten bzw. Ihre Sicht auf den Raum, der Freifläche, des Druwappelplatzes, in Annäherung an Ihre Wohnungen nicht mehr missen möchten. Trotzdem sollten auch sie sich Ihrer möglichen, neuen Nachbarn nicht verwehren. Rostock benötigt dringend weiteren Wohnraum und die daraus resultierenden Mittel. Dringend benötigte Mittel, die dann auch den vielzähligen, weiteren tollen Grünflächen, Parkanlagen und Kinderspielplätzen in direkter Nähe zu Gute kommen könnten.

Sehr Schade finden wir es, dass sich Personen, wie der Ortsbeiratsvorsitzender Herr Jänicke für die Befindlichkeiten Einzelner vor den Karren spannen lassen, ohne sich die Meinungen anderer, weiterer Reutershägner einzuholen. Das ist weder konstruktiv, noch im Sinne von Reutershagen bzw. der Stadt Rostock. Es geht hier um den Zugewinn für Reutershagen und nicht um das Gewohnheitsrecht einiger weniger Anlieger. Wir würden es begrüßen wenn Herr Jänicke den Verkauf unterstützt und mit der Stadt über die Investition der gewonnenen Gelder für Reutershagen spricht. Eine tolle Idee wäre auch einen weiteren Mehrgenerationenspielplatz mit diesem Geld in Reutershagen zu Positionieren.

 

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