Mecklenburger Blitz Verlag

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Theateraufführung

03.06.2016, Ulrike Diestel

Da träumt ein 17jähriges Mädchen davon, Sängerin zu werden. Als sie schließlich zu einer Casting-Agentur eingeladen wird, weckt das den Neid einiger Mitschülerinnen. Aus den kleinen Sticheleien werden am Ende Mobbingattacken in den Netzwerken. Dieses Mädchen findet keinen Ausweg mehr und will sich das Leben nehmen.

Am 26. Mai 2016 war das mobile Theater-Ensemble »Radiks« aus Berlin zu Gast an der Beruflichen Schule Ribnitz-Damgarten. Die Schule initiierte gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern der AWO und mit Unterstützung des Landkreises Vorpommern-Rügen diese Veranstaltung zum Thema Medienkompetenz, Cybermobbing, Mobbing, sowie Schutz bzw. Missbrauch von persönlichen Daten. Mit dem Theaterstück erhielten die Schüler die Möglichkeit, Mobbing und die daraus entstehenden möglichen Folgen aus der Außenperspektive zu beobachten. Neid, Missgunst, Eifersucht – drei alltägliche Themen, die über das Netz ausgetragen (Cybermobbing), zu einer menschlichen Tragödie führen. Das ist der Inhalt des Theaterstückes »Fake oder War doch nur Spaß« des Radiks-Ensembles. Mit dieser realistischen Darstellung erreichten die Schauspieler die Schüler der Beruflichen Schule Ribnitz-Damgarten – eine gespannte, teilweise betroffene Stimmung herrschte unter den Zuschauern. Abgerundet wurde die Vorführung mit einer anschließenden Frage- und Diskussionsrunde zwischen Schauspielern und Schülern, in der noch ergänzend wichtige Informationen und Fakten - auch zur Rechtslage und möglichen strafrechtlichen Konsequenzen für Beteiligte solcher Szenarien gegeben wurden.

Dieses Projekt wurde gemeinsam von der Schule, vertreten durch Frau Rütz und den Schulsozialarbeitern der AWO, die zu diesem Thema nachhaltige Collagen und Wandzeitungen mit den Auszubildenden erarbeiten werden, organisiert. Auch in den nächsten Wochen soll dieses aktuelle Thema ausgewertet werden, um die Wichtigkeit und Bedeutung dieser Problematik dauerhaft bewusst zu machen.

Ein herzlicher Dank gilt dem Landkreis Vorpommern-Rügen für die Unterstützung unseres Projektes. Ulrike Diestel

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