Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Tarifvertrag für Lehrer

04.08.2013, Kirsten Herbst-Gray, Gretna, Großbritannien
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Den warmen Worten sollen mehr Taten folgen (Gastkolumne)"
im Mecklenburger Blitz vom 05.08.2012

Mit Interesse habe ich den Beitrag der Vorsitzenden der GEW zum Thema Tarifvertrag für Lehrer gelesen. Einem Tarifvertrag sollte eine Revision der Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Lehrerinnen und Lehrern vorausgehen. Er bedarf der genauen Festlegung und Definition von pädagogischer Tätigkeit sowie einem abrechenbaren Wochenstundenmaß. Es stellt sich mir die Frage, ob das realistisch ist, denn bekanntlich endet die Lehrertätigkeit nicht mit dem Ende der Unterrichts. Dienst nach Vorschrift ist glücklicher- oder vielleicht in diesem Fall unglücklicherweise bei den meisten Lehrern nicht üblich. Man könnte über eine Umstrukturierung des Schultages und der Regelstundenzahl nachdenken, welches Lehrerinnen und Lehrern ermöglicht, Stundenvor- und -nachbereitungen sowie sämtliche Verwaltungsarbeiten innerhalb der festgelegten Arbeitszeit zu erledigen. Aber wie rechnet man dann Wandertage, Klassenfahrten und andere sozial-pädagogische Aktivitäten ab? Und was geschieht, wenn Schulen in den Ferien geschlossen sind? Schwierig - aber nicht unmöglich. Und noch ein Gedanke - ein Tarifvertrag beinhaltet in jedem Fall die Möglichkeit einer Kündigung im Bedarfsfall. Hier könnte man erneut Ansätze zur Diskussion finden. In jedem Fall wünsche ich allen Pädagoginnen und Pädagogen in MV einen guten Start ins neue Schuljahr,

Kirsten Herbst-Gray, Großbritannien

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