Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Straßenumbenennung nach Belieben?

16.06.2016, H. Pietschmann, Gehlsdorf

Zur Messe »Flair am Meer« vergangenes Wochenende war dem erhaltenen Geländeplan und auch verschiedenen Veröffentlichungen im Vorfeld zu entnehmen, dass das Traditionsschiff an einer »Hafenpromenade« liegt.

Noch hat man das offizielle Schild »Warnowpromenade«, »gebaut mit Beihilfe der EU«, nicht angerührt, doch fragt sich der Seemann, was das soll!

Das Schiff liegt seit jeher abseits von den Häfen der Stadt an den Dalben, weil eben die Häfen zu DDR-Zeiten streng abgeriegelte Sperrbezirke waren.

Häfen sind erkenntlich durch Kaianlagen und Umschlagseinrichtungen, so wie im Stadthafen mit zwei Portalkränen und einer imposanten Kranbrücke!

Dieser Stadthafen ist das Herz der Stadt, denn er war die Gründungsursache der frühzeitlichen Ansiedlung.

Auch ohne ausdrückliche Bezeichnung ist er nicht nur zu wenigen organisierten Höhepunkten die beliebte und belebte Hafenpromenade der Rostocker und ihrer Besucher!

Dass ein Schiff an Dalben verbleibt, obwohl ein leerer Hafen dem Betrachter Kilometer freie Kaianlagen bietet, dass ist mit absoluter Sicherheit weltweit einzigartig.

Doch die Hoffnung auf Verstand, dem Image der Stadt und dem Stadtsäckel dienliche Entscheidungen stirbt zuletzt.

Tage- und auch wochenlang lag ich selbst mit Frachtern an den Dalben – irgendwann gings ab in den Hafen, und das war dann wie ein Fest!

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