Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Stille Nacht

07.01.2019, Dr. Hans Bomke, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Dummheit hört in den USA nicht auf"
im Schweriner Blitz vom 07.01.2019

Zu »Dummheit hört in den USA nicht auf«, 30. Dezember 2018, Seite 2.

Jeder Soldat wäre froh, Weihnachten zu Hause statt im Ausland begehen zu können, egal ob er aus Chicago, Smolensk oder Stuttgart stammt. Insofern werden die bisher in Syrien eingesetzten US-Soldaten ihrem Präsidenten dankbar sein, künftig »Silent night, holy night« daheim im Familienkreis singen zu können. Wenn alle Regierungschefs den Rückzug ihrer Truppen anordnen würden, gäbe es keine zerstörten Städte und damit weniger Flüchtlingsströme. Übrigens erinnere ich mich, dass das Weihnachtslied »Stille Nacht« vor dem Hintergrund der Beendigung kriegsähnlicher Auseinandersetzungen entstand, also nicht nur aus christlichen Motiven. Im Entstehungsjahr 1816 zog nach Jahren der Besetzung durch bayrische und französische Soldaten endlich Frieden im Salzburger Land ein. Als wieder Weihnachten in Frieden gefeiert werden konnte, schrieb Joseph Mohr sein später vom Komponisten Franz Xaver Gruber vertontes Gedicht »Stille Nacht«. Von den ursprünglich sechs Strophen werden heute drei gesungen, weil die Strophen drei bis fünf mit dem christlichen Weihnachten wenig zu tun haben. So glauben es jedenfalls manche. Bekanntlich kommt darin die Bemerkung vor, dass »der Herr ... aller Welt Schonung verhieß.«

Dr. Hans Bomke, Schwerin

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.