Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Stalking

18.01.2013, Peter Fuchs, Hörsching

Oft neigen Menschen, die zuvor verlassen wurden oder sich abgewiesen fühlen, zum Stalker zu werden. Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, welcher Schaden damit angerichtet werden kann, wenn sie Menschen verfolgen und belästigen? Für Betroffene bedeutet dies psychischen Dauerstress, der tiefe Spuren hinterlässt. Ständige Angst, Furcht, ja sogar Panikzustände, können Auswirkungen davon sein. Egal ob durch beobachten, verfolgen, oder mit anderen Arten der Belästigung – Stalking ist reiner Psychoterror.

Zum überwiegenden Teil sind Männer die Täter. Meist stellen sie wie Jäger ihrem Opfer nach. Auflauern vor der Wohnung, an der Arbeitsstelle, im Park oder beim Einkauf, gehören dabei zu den „angewandten Methoden“. Ständige Telefonanrufe, Fluten von

E-Mails, SMS oder Briefen gehören ebenfalls zu den „Liebesbeweisen“. Manchmal versuchen Täter über Jahre, Macht und Kontrolle über ihr Opfer auszuüben, um deren Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Obwohl Jahr für Jahr Abertausende Fälle zur Anzeige gebracht werden, dürfte die Dunkelziffer der „Übergriffe“ weitaus höher liegen. Dementsprechende Gesetze sollten ausreichenden Schutz bieten, denn Stalking ist alles andere als ein Kavaliersdelikt.

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.