Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Stadtvertretersitzung in Sassnitz

24.10.2014, Elfi Lüdke, Sassnitz

Es ist einfach nur bedauerlich, das oft gutgemeinte, sehr überlegte, mit Ehrgeiz vorbereitete und dazu noch sehr notwendige Projekte nicht begonnen werden können, weil sie nicht in die eigenen Befindlichkeiten passen.

So geschehen auf der Stadtvertretersitzung am Dienstag, dem 14.10.14. Fast jeder Sassnitzer weiß, unser Hafen Mukran hat auf Grund von Krisen in den baltischen Ländern etliche Probleme.

Um so wichtiger ist es, den Investoren durch eine gute Unterbringung ihrer Arbeiter wohlwollend entgegenzukommen. Nichts anderes hat das »Aparthotel Königslinie« vor, wenn es den Antrag stellt, Mobilunterkünfte auf dem hinteren Anwesen zu errichten. Die Arbeiter hätten arbeitsnahe, solide und moderne sowie bezahlbare Unterkünfte. Am Standort Mukran wurde bürgerfreundlich investiert und es hätte an Atrraktivität gewonnen.

Es wäre auch eine Möglichkeit für Urlauber mit dem kleinen Geldbeutel dort ein paar Urlaubstage zu verbringen, wenn es die Kapazitäten zulassen. Eine gute Idee, sie wäre machbar, bezahlbar für alle Seiten und das finanzielle Risiko läge bei dem Betreiber. Was sollte uns davon abhalten, zu diesem Beschluss unsere Zustimmung zu geben? Begründungen: Wir hätten schon eine Bettenüberkapazität, kan man so nicht folgen. Im Territorium Mukran ist gerade in der preiswerten Kategorie hier eine Möglichkeit, die wir nutzen könnten.

Unterkünfte im gehobenen Bereich sind tatsächlich ausreichend vorhanden. Mukran gehört zu Sassnitz und hat es verdient eine Unterstützung bei diesem sensiblen Vorhaben durch die Stadtverteter zu bekommen. Doch es ist nicht geschehen, wir, die Fraktion die LINKE hat alles versucht, dieses Vorhaben positiv zu begleiten.

Leider sahen nicht alle Stadtvertreter die Wichtigkeit dieses Projektes für den Industriehafen Mukran. Acht Stadtvertreter, darunter zwei fraktionslose Abgeordnete stimmten dagegen, ein Abgeordneter enthielt sich und ein Stadtvertreter nahm nicht an der Abstimmung teil, indem er den Raum verließ.

Es entstand eine 8 : 8 Situation und das Ergebnis, viele tausende Euros wurden in den Sand gesetzt und das Projekt ist gestorben. Wo bleibt da der Sinn? Die Probleme unseres Hafens können wir so nicht lösen. Elfi Lüdke, Fraktion DIE LINKE

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.