Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Sparmaßnahmen für die Landeshauptstadt

04.12.2012, Dr.H. Bomke, Schwerin

Der Schweriner Haushalt für 2012 wird genehmigt, wenn im laufenden Etat ca. 9,5 Millionen Euro eingespart werden und die Oberbürgermeisterin um die »Entsendung eines beratenden Beauftragten« bittet. Sie selbst also soll um einen OB-Aufpasser bitten. Könnte es nicht noch etwas demütigender sein? Ein viel zu hoher Schuldenberg war bereits vorhanden, als Frau Gramkow das OB-Amt erhielt. Natürlich könnte sie die Schließung von Kultureinrichtungen und Personalabbau vorschlagen. Nichts ist einfacher als das. Aber was bleibt dann noch vom gewollten Namen »Kulturstadt des Nordens« übrig? Bei allem Verständnis für Sparmaßnahmen verfestigt sich bei vielen der Eindruck, dass bei der fortlaufenden Kritik an Schwerins Oberbürgermeisterin Parteipolitik eine maßgebliche Rolle spielt. Ihr, einem Parteimitglied der Linken, soll Unfähigkeit »bewiesen« werden. Man darf gespannt sein, wer sich für die Funktion des Aufpassers hergeben wird. Aber in dieser Gesellschaft wird sich dazu sicherlich schnell jemand finden.

 

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.