Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Soziale Gerechtigkeit

22.05.2017, Hartwig Niemann, Rostock

Dieser Wahlslogan der SPD ist gleichzusetzen mit Betrug am Wähler. Der Begriff Soziale Gerechtigkeit ist eine moralische und ethische Größe und hört sich gut an, ist aber juristisch so, wie sie von der SPD hinaus posaunt wird, nicht fassbar. Die SPD hat anscheinend vergessen, in welcher Gesellschaftsordnung wir leben. Im Kapitalismus gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Der Begriff Kapitalismus ist anscheinend für die SPD nicht mehr definierbar. Sie haben anscheinend die einfachsten elementarsten Größenordnungen, die das Leben unter kapitalistischen Verhältnissen bestimmen, vergessen. Die Begriffe Profit, Rohstoffe und die Tatsache, das der bestimmt wie es lang geht, der im Besitz der Produktionsmittel ist, ist dieser Partei von August Bebel anscheinend abhanden gekommen. Mein Vorschlag: Schafft endlich eine gesetzliche Regelung, dass alle Bundesbürger in die Rentenkasse einzahlen. Wenn das gelingen würde, wären wir der sozialen Gerechtigkeit tatsächlich auch juristisch ein Stück näher gekommen. Für mich hat die SPD die Wahl schon verloren. Ich jedenfalls wähle euch nicht.

 

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