Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Soziale Gerechtigkeit

05.02.2019, Ulrich Haesener, Schwerin

Wenn ich mir die vielen Reden unserer Politiker und Politikerinnen so anhöre oder lese, da wimmelt es nur so von Begriffen wie: Staatsfinanzen, die Welt lebt über ihre Verhältnisse, Banker und Manager, Staat muss einspringen, wenn die Banken ihre Aufgaben nicht erfüllen, usw. Es wird an die Vernunft und Moral der Banker appelliert. Das ist so, als wenn man mit Kanonen auf Spatzen schiesst - grosse Worte, aber keine oder geringe Ergebnisse. Im Grundgesetz ist immer noch festgehalten: »Eigentum verpflichtet«. Und, wer sich nicht daran hält, sollte zur Verantwortung gezogen werden. Man ist stolz darauf, dass viele Menschen in Brot und Arbeit sind. aber können auch alle davon ausreichend leben, wie es notwendig ist? Beileibe nicht. Das sind alles wichtige Probleme, aber gewiss nicht die einzigen. Wo bleiben die Fragen der sozialen Gerechtigkeit? Fragen zum Gesundheitssystem, zum Rentensystem, zum sozialen Wohnungsbau, zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des Ehrenamtes. Ohne diese Millionen freiwilligen Helfer sleht es sehr schlecht aus in unserer Gesellschaft. Vor dem Recht sind alle gleich, aber warum muss die Schere zwichen Wenigbesitzenden und Vielbesitzenden immer weiter auseinandergehen? Wie wir jetzt wieder sehen, ist Geld genug da, aber verdammt ungerecht verteilt. Über diese und auch andere Fragen hätte ich mir gerne eine positive Antwort von den verantwortlichen Politikern und Politikerinnen gewünscht.

Ulrich Haesener, Schwerin

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