Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

So steht's, so geht's

05.11.2018, Gabriele K., Rostock

Der Verkehr steht. Damit ist der Autoverkehr gemeint. Selbst wer Fahrrad fährt, steckt manchmal fest und muss die Abgase einatmen. Wenn durch den Ausbau der Fahrradinfrastruktur so viel Leute mit dem Fahrrad fahren würden wie in Kopenhagen, wären die Straßen wieder frei. Kann Rostock auch ein Fahrradparadies wie Kopenhagen werden? Kopenhagen will bis 2025 auch durch den Umstieg auf das Fahrrad klimaneutral sein. Mehr als 1.000 km Radwege, Standardbreite zweieinhalb Meter, 200 km Schnellradwege. "Wir bauen keine neuen Straßen mehr, wir optimieren bestehende Straßen für den Radverkehr." sagt Morten Kabell, der als Bürgermeister für Umwelt und Technik tätig ist. In den letzten 13 Jahren wurden ca. 270 Millionen Euro in den Ausbau der Fahrrad-​ und Fußgängerinfrastruktur investiert. Pro Einwohner und Jahr entspricht das ungefähr 40 Euro. Das Jahresbudget nur für den Ausbau der Radinfrastruktur liegt bei umgerechnet 13,5 Millionen Euro. Großprojekte werden zusätzlich separat finanziert. „Radfahrer verhalten sich nicht wie Fußgänger oder Autofahrer. Deswegen muss man das Design auf sie anpassen“, sagt der kanadisch-​dänischen Stadtplaner Mikael Colville-​Andersen, der auf seinem Blog Copenhagenize Beispiele darstellt, wie man Städte fahrradfreundlicher gestaltet. So geht's liebe Stadt- und Verkehrsplaner!

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.