Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Seltsame Berichterstattung

10.09.2013, Peter S., Schwerin

Tu`was für Dein Land! – Das Motto des Reservistenverbandes wird von den gut 1.000 Soldaten der Reserve in Mecklenburg-Vorpommern ehrenamtlich und oft abseits der Öffentlichkeit gelebt. Beim „Tag der Reservisten“ präsentieren sich die Soldaten der Reserve deshalb einmal jährlich bundesweit der Öffentlichkeit, so auch am 31.August gemeinsam mit DRK, THW, Feuerwehr und Polizei in der Hansestadt Demmin. Schon kurz nach Beginn der Veranstaltung, die mit Böllerschüssen der Demminer Schützengilde, eröffnet wurde, drängte sich ein interessiertes Publikum an den Ständen der Verbände und Vereine. Um so verwunderlicher die Berichterstattung einer regionale Zeitung über diese Veranstaltung. Da wurde ein Vorfall am Rande zum Thema, das tagelang ausgeschlachtet wurde und der Veranstaltung selbst ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Offensichtlich war es den Schreibern entgangen, dass neben den Reservisten auch andere ehrenamtliche Kräfte an diesem Tag auf dem Marktplatz in Demmin interessierten Besuchern Rede und Antwort standen. Kein Wort darüber, dass das DRK in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr zu Blutspenden aufrief und auch die Übung der Feuerwehr schien es nicht wert zu sein, erwähnt zu werden. Ebenso wenig übrigens, wie die Ehrung von Reservisten, die während des Hochwassers im Juni das Gut und Leben der Menschen an der Elbe durch ihren Einsatz geschützt haben. Traurig finde ich auch, dass sich im Nachhinein Politiker zu Wort melden und eine Veranstaltung bewerten, auf der sie gar nicht waren. Sicherlich hatten sie an diesem letzten Wochenende im August besseres zu tun, als den ehrenamtlichen Helfern und Angehörigen von „Blaulichtorganisationen“ ihr Interesse und ihren Respekt vor Ort zu zollen; dann sollten sie aber auch hinterher schweigen.

Ich hoffe nur, dass bei der nächsten Naturkatastrophe in unserem Bundesland die Berichterstattung über unsere Reservisten und ehrenamtlichen Helfern, die dann sicher wieder ohne groß zu fragen ihren Mann und ihre Frau stehen , ehrlicher und fairer ist

 

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.