Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Selbstentlarvung!

07.11.2012, Franz Savatzki

Leise rieseln die Millionen, bei den verehrten Dienern der Republik. So stellen sich viele keine tüchtigen Diener des Volkes vor. Wenn es um die Erhöhung ihrer Diäten geht, werden sie nicht müde, mit dem Vollzeitjob zu argumentieren. Haben aber immer noch genügend Zeit für diverse lukrative »Nebenjobs«, z.B. Reden halten. Einer hatte jetzt den Mut sich zu outen. Die Galerie aller Parteifarben klatscht Beifall, folgt aber nicht seinem Beispiel. Man will doch als »Volksvertreter« wiedergewählt werden. Aber sage dem Volk wessen Brot du isst und es sagt dir wessen Lied du singst.

Die Menschen sind ja in dieser Beziehung allerhand gewöhnt, aber es sollte trotzdem mit den demokratischen Möglichkeiten für Geld und fette Pfründe kein Schindluder getrieben werden.

Parteien sollten im Volk verwurzelt sein, nicht in Banken und Konzernen. Sie verlieren sonst durch das System der Mammutgehälter sowie schmierigen Nebeneinkünfte jedes Vertrauen bei den Menschen, die von der Hand in den Mund leben müssen. Oder benötigen sie das gar nicht?

Wie soll sich z.B. eine alleinerziehende Frau mit Hartz IV, bei der noch das Lehrlingsgeld ihres Sohnes mit verrechnet wird, so ein Verhalten von Politikern erklären?

Welchen Inhalt haben dann die meisten Reden? Sie sind seit Jahren ein Sammelsurium von Phrasen und Wiedergequakel, immer wieder wird ein Wirtschaftssystem hochgejubelt, dass wenige reich, aber Millionen arm macht, das die Wirtschaftswelt in immer größere Krisen stürzt. Womit sich auch die Frage der fetten Parteispenden sowie Honorare von selbst beantwortet.

Fazit: Und ist das Honorar auch noch so klein, so bringt es mehr als Arbeit ein!

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