Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Sehr geehrter Herr Gauck,

22.02.2012, Frank Poschau, Padenstedt

ich kann mich um Ihre Kandidatur nicht freuen.

 

Sie haben sich laut Ihrer Möglichkeiten für Menschenrechte in der DDR

stark gemacht, unter dem Schutz der Kirche, das haben aber andere unter

schlechteren Vorgaben auch getan. Dadurch hatten Sie eine „lautere“

Stimme und damit auch das Recht bekommen Ihre Meinung öffentlich zu

äußern und nach der Wende einen Posten zu ergattern. Das Sie von Frau

Merkel nicht unterstützt wurden liegt daran, Sie wissen mehr um die

Zusammenarbeit der Frau Merkel mit dem Unrechtsregime der DDR. Das Sie

zulassen, dass Frau Merkel sich auf der Pressekonferenz mit Ihnen und

den anderen Freiheitskämpfern auf eine Stufe stellt, wo Frau Merkel bis

zum Schluss zugeschaut hat, wie die Menschen in der DDR erschossen und

eingesperrt wurden, lässt die Vermutung zu, Sie vertreten nicht das

Volk, Sie sind dem Betrug erlegen.

 

Ich habe meine Kandidatur rechtzeitig eingereicht und werde beschnitten,

weil man keinen aus dem Volk will, um sich nicht in die Karten schauen

zu lassen.

 

Sie sind zwar in keiner Partei, Sie gehören aber einer

Glaubensgemeinschaft an, die aus Ihrer Geschichte und Ideologie sich

nicht für Demokratie stark macht.

 

Die Kirche darf in unserem Staat kein Sprachrohr bekommen, wir müssen

freigeistig argumentieren und erziehen.

 

Stellen Sie sich der Wahl und mogeln Sie sich nicht durch Ihren

Bekanntheitsgrad in ein Amt, was für Sie einträglich ist, aber für das

Volk nie von Nutzen sein kann.

 

Herr Heinemann war noch Bürger-Präsident, Sie werden Präsident Gnaden

einer politischen Gruppierung, die sich zur Aufgabe gestellt haben,

unsere Lebensgemeinschaft des Wachstums wegen zu zerstören.

 

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