Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Seemann, laß' das Träumen

05.11.2014, Ulf-Harry Kugelmann, Stralsund

Spätestens nach der öffentlichen Präsentation des Gutachtens am 4. November 2014 zum Kauf der „Gorch Fock I“ durch die Stadt, dürfte doch jedem Zuhörer, der RECHNEN und NACHDENKEN kann, klargeworden sein, dass es sich hier wohl um ein Fass o h n e Boden handelt.

 

Von solchen "Fässern" stehen in Stralsund schon genug herum!

 

Der tatsächliche Zustand des Schiffes bleibt weiterhin im Nebel, die Betriebs- und Folgekosten nicht absehbar und die Einnahmen Wunschdenken.

Der Förderwahn soll nach Möglichkeit weitergehen - mit 90 Prozent Landesmitteln - sprich Steuergeldern.

Wer dieses Schiff unbedingt im Hafen sehen möchte, sollte es auch aus eigener Tasche nebst Betriebskosten finanzieren.

 

Schon einmal verrottete hier im Hafen ein Segelschiff:

Am 12. Februar 1817 wurde der Schoner „Stralsund“ fertig gestellt. In der Folge musste das Schiff aus finanziellen Gründen häufig abgetakelt im Hafen liegen. Das lange Liegen im Hafen setzte allerdings das Schiff verstärkt der Fäulnis aus. Im Herbst 1827 wurde auf der Stralsunder Werft festgestellt, dass die Instandsetzung der "Stralsund" kostenmäßig einem Neubau gleichkäme. Da aber die Reparatur des Schiffskörpers zu teuer geworden wäre, wurde der marode Schoner am 8. November 1829 für 1.584 Taler, 20 Groschen und sieben Pfennige zum Abwracken versteigert.

 

Die Alternative wäre die schon längst fällige Ausbaggerung der Fahrrinne damit Segelschiffe, die in den Sommermonaten die Ostsee befahren, Stralsund anlaufen, und somit sowohl Einheimischen wie Urlaubern abwechslungsreiche Bilder und Eindrücke vermitteln könnten.

www.windjammer-weltweit.de/html/content/ostsee.html

 

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