Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Schüler, Studenten und Azubies ohne Abendessen

16.04.2012, Johannes Haefke, Cottbus

Zum 22. Filmkunstfest M-V

 

Seit nunmehr acht Jahren bin ich ständiger Besucher des Filmkunstfestes in Schwerin. Die ersten drei Jahre arbeitete ich für die unabhängige Begleitzeitschrift „filmab!“ des JMMV, anschließend wurde ich zum Dauerbesucher des Festivals. Ich studiere nun in Cottbus und freue mich auf die baldige Festwoche in meiner Heimat. Bei der Durchsicht des Programms, fiel mein Blick auf die Preisliste, auf der ich vergeblich die ermäßigten Dauer- und Abotickets suchte. Wofür ich vor einem Jahr noch 40 Euro bezahlte, sind es heute 65 Euro. Eine satte Preissteigerung von 60 Prozent. Lediglich die Einzelkarte ist ermäßigt (allerdings auch der Preis wurde angehoben).

Nur warum werden diese Ermäßigungen nicht mehr gewährt? Sollen Kinder und Jugendliche ausgeschlossen werden? Wohl kaum, schließlich gibt es Filmreihen, wie „Halbstark – Kino für Kids“ und „Die jungen Wilden“.

Allerdings haben wohl auch die Mitarbeiter Schäden, von den ewigen Unstimmigkeiten innerhalb der Veranstaltungsplanung davongetragen:

Auf Nachfrage des „Warums“ beim Filmkunstfestbüro, erhielt ich die Antwort, dass es dem Team leid tue. Aber nicht nur das, denn „Leider ist es auch wichtig, dass wir unseren Kindern auch noch nach dem Festival ein Abendessen auf den Tisch stellen können.“

Nun ist meine Frage zwar noch nicht beantwortet, aber dem Mitarbeiter wird es sicher besser gehen, nachdem er sich über seine Vergütung ausgelassen hat. Allerdings kann es dem Filmkunstfest gar nicht so schlecht gehen, schließlich werden derzeit über Facebook ständig Karten verlost. Das muss doch nicht sein. Dieses Geld, kann doch in die Mitarbeiter und Studenten investiert werden. Oder man fragt das Kultusministerium, welches dankend im Programm erwähnt wird, nach mehr Förderung. Dann haben alle was zu Essen und ich muss heute nicht ohne Abendbrot zu Bett gehen.

 

Johannes Haefke

 

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