Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Schöner unsere Stadt

06.03.2019, Wolfgang Mengel, Stralsund

Die Seniorenakademie hatte zum Vortrag über Bauvorhaben in Stralsund geladen. Es war nicht zu übersehen, wie mit diesem Thema der Nerv der Stralsunder getroffen wurde. Christine Peters von der SES und Ekkehard Wohlgemuth vom Amt für Planung und Bauen wurden von über 150 Hörern im Löwenschen Saal des Rathauses begrüßt.

Stralsunds Partnerstadt Kiel (seit 1987) half schon 1990, die SES zu gründen, und seit dem liegt der Sanierungsstand bei 80%, d.h. ca. 900 Gebäude wurden wiederhergestellt. Seit der Wende ist schon viel Wunderschönes geschaffen worden, letztlich wurde die historische Altstadt 2002 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Andererseits ist noch längst nicht alles geschafft, jedoch sind die noch zu lösenden Aufgaben nicht von heute auf morgen zu bewältigen. Projekte im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs müssen eingereicht und von einer Jury genehmigt werden. Die Vorhaben sind zu finanzieren und über Fördergelder (EU, Bund, Länder) abzusichern, und noch viele weitere Fakten müssen berücksichtigt werden.

Die beiden Referenten nannten eine Reihe von Projekten, wie z.B. die Sanierung der Ostmole auf dem Dänholm, die Weiterführung der Rekonstruktion des Tribseer Damms, die Rekonstruktion der Schützenbastion und viele andere. Den größten kostenmäßigen Aufwand erfordert die Erneuerung der Kaikanten an der Nördlichen Hafeninsel mit geplanten 20 Mio. Euro im Zeitraum von 2020-2027. Notwendige Erneuerungen an den Stralsunder Schulen werden nicht vergessen, ist die Stadt doch als Träger für die Schulgebäude verantwortlich. Ch. Peters und E. Wohlgemuth nannten mindestens 20 Projekte, die in den nächsten Jahren das Stadtbild positiv verändern werden. Um mit de Saint Exupery zu sprechen: „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen, denn Zukunft kann man bauen.“ Mit ca. 15 anschließenden Fragen bekundeten die Anwesenden ihr großes Interesse an der weiteren Entwicklung unserer schönen Hansestadt und dankten mit Beifall für diesen sehr informativen Vortrag.

Wolfgang Mengel, Seniorenakademie

 

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