Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Schmarler Zentrum 2015

25.03.2015, Annelie Hesse, Rostock

Ein emsiges Treiben herrscht gegenwärtig auf den Bürgersteigen in Schmarl, denn das marode Pflaster wird ausgewechselt und somit so manche Unfallursache behoben. Auch die Schulen und die meisten Häuser machen einen recht ordentlichen Eindruck (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Doch ins Zentrum von Schmarl begibt man sich lieber nicht, schon gar nicht mit Gästen oder Freunden . Man mag kaum glauben, dass vor 1989 und auch in den ersten Jahren nach der Wende die „große Kaufhalle“ durch ihr ansprechendes Gebäude und die darin untergebrachten Läden und deren Angebote über das Stadtgebiet hinweg bekannt waren und viele Käufer anlockte. Gab es hier im Komplex einst eine Bibliothek, einen Buchladen, einen Schuhladen, ein Textilgeschäft, einen Kurzwarenladen, eine Eisbar, ein Kino, die Gaststätte „Varna“,einen Blumenladen und einen großen ansprechenden Schulspeisungskomplex für die Schüler aus 5 Schulen, so ist nichts davon geblieben. Ganz im Gegenteil: Der ehemalige Schulspeisungskomplex verfällt zunehmend, ist z.T. zugenagelt, die Scheiben sind zerschlagen, alles ist beschmiert. Auch die Fenster des ehemaligen „Norma“ sind vernagelt und vergittert. Das ganze Objekt bietet einen trostlosen Eindruck. Von Lebensqualität mag man nicht sprechen und wenn man kann, vermeidet man es, hierher zu gehen. Der „Schmarler Landgang“, als kleiner grüner Park mit einem Wasserlauf angelegt und von Künstlern mit kleinen Skulpturen ausgestattet, ist heute eine verwahrloste Grünfläche und Treffpunkt für Leute mit großem Durst.

Es wird Zeit, dass sich nach 20 Jahren hier im Zentrum von Schmarl endlich etwas tut, damit man sich hier wieder wohlfühlen kann.

Annelie Hesse, Schmarl

 

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