Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Samtpfoten im Winter - Elend - Schmerz - Not

14.11.2018, Karin Stüver, Katzenschutz Kühlungsborn e. V.

Das Leid der Kreatur und das Leid der Menschheit gehören zusammen und der Blick des geängstigten Tieres mahnt uns, Mensch zu werden in der Menschheit, er mahnt die Menschheit, eins zu sein in ehrfürchtiger Verwaltung der Schöpfung! (Autor unbekannt) Dieser Spruch drückt eindrucksvoll aus, weshalb wir täglich für ausgesetzte, leidende, hungernde Tiere im Einsatz sind. Die Versorgung der Katzen an den Futterstellen, Tierarztbesuche mit verletzten und kranken Katzen, aber auch das Kümmern um andere Tiernotfälle bringen uns oft an unsere physischen Grenzen. Leider ist es wegen fehlender Gelder nicht immer möglich, jeden Notfall zu versorgen. Wir sind Ihnen unendlich dankbar, dass Sie in der Vergangenheit für unseren Verein gespendet und somit vielen Katzen das Leben auf der Straße durch regelmäßige Fütterung und tierärztliche Versorgung erleichtert haben. Aber die vielen anderen, die im Verborgenen leben, siechen oft dahin, unterernährt und voll mit Parasiten und den sich daraus ergebenden Krankheiten. Täglich bekommen wir Anrufe von Bürgern, die wenigstens hinsehen und helfen wollen, wenn sie das Elend bemerken. Mutterkatzen mit ihren Kitten, kranke oder verletzte Tiere – wir helfen, wo wir können, aber es sind einfach zu viele Bedürftige und der Anblick dieses ständigen Elends zermürbt auch viele ehrenamtliche Helfer. Allein die tägliche Versorgung mit Futter bringt uns oft zur Verzweiflung, weil wir kein Futter in dieser Größenordnung bezahlen können. Der Winter steht vor der Tür und bringt mit seiner Kälte und Nässe wieder neue Schwierigkeiten. Wer sich engagiert, den lässt das Schicksal der Fellnasen nicht kalt. Jeder Katzen- oder Hundebesitzer kann sich gut vorstellen, wie sein Tier leiden würde, allein ohne Futter in Kälte und Dreck. Das Leben der Katzen draußen ist grausam – allein auf der Straße, verborgen in Gärten, Friedhöfen oder Hausecken der Wohngebiete. Mutterkatzen, die ihre Kleinen über den ersten Winter bringen müssen – viele schaffen das nicht, wenn nicht wenigstens etwas Futter zur Verfügung steht. Unsere Tierschützer fahren seit Jahren schon in umliegende Gemeinden, um auch dort zu helfen.

Leider wird das Problem nicht geringer, solange es in MV nicht eine verbindliche Katzenschutzverordnung für Freigängerkatzen gibt. Die im letzten Jahr vom Deutschen Tierschutzbund e. V. gestartete Petition mit über 20.000 gesammelten Unterschriften, abgegeben vor dem Landtag persönlich an Dr. Backhaus und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, brachte leider nicht den gewünschten Erfolg.

Aber auch hier werden wir weiter kämpfen, so wie um jede arme Kreatur, die vielleicht nur uns als einzige Überlebenschance hat. Dazu benötigen wir aber erneut Ihre finanzielle Unterstützung und bitten deshalb vor allem im Namen der Tiere: Helfen Sie uns, damit wir helfen können! Jeder noch so kleine Betrag hilft, das Leid ein wenig lindern zu können.

Unser Spendenkonto bei der VR Bank Güstrow lautet: Katzenschutz Kühlungsborn e. V., IBAN: DE06 1406 1308 0004 6695 41. (www.kuebocats.de)

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