Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Runter von den Bürgersteigen

15.02.2012, Hans-Jürgen Stöhr
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "»Uni-Rektor fördert neue Lösungen«"
im Rostocker Blitz vom 12.02.2012

Ich möchte die hier angesprochene Problematik unterstreichen und die Position des Rektor unterstützen. Als ich den Beitrag begann zu lesen, habe ich zugleich im Stillen gehofft, dass auch noch eine andere Seite des Fahrrad fahrens der Studenten angesprochen wird: Das Fahrrad fahren der Studenten auf den Bürgersteigen, was übrigens nicht nur die Studenten, sondern auch andere Bürger der Stadt machen. Sicherlich sind neugestaltete Fahradwege immer gut und schaffen mehr Verkehrssicherheit. Nur, was ist mit jenen Straßen wie die Parkstraße, die zwei Fahradwege besitzen, jedoch nicht genutzt werden? Ich wohne in dieser Straße und muss­te bisher festellen, dass die überwiegende Mehrheit der Studenten die Gehwege benutzen oder auf den Gleisen fahren. Die Folge ist: Die Fußgänger – und natürlich auch die fahrenden Studenten selbst – werden einem hohen Unfallrisiko ausgesetzt. Fußgänger werden regelrecht vom Fahradfahrer weggeklingelt. Da mich das schon längere Zeit ärgert, habe ich daraufhin des öfteren diese fahrenden Studenten gebeten, den Fahradweg zu benutzen. Die Antwort: Ignoranz oder dumme Bemerkungen oder der Satz: »So kommen wir schneller ans Ziel.« Selbst der zufällige Versuch, in dieser Angelegenheit die Politessen und zwei Polizisten bei einem früher aufgenommenen Verkehrsunfall in der Parkstraße anzusprechen, zeigten keinen Erfolg. Die einen nur zuständig für den ruhenden Verkehr und die anderen – offensichtlich nur dann, wenn Menschen zu Schaden kommen?

Um auf die vom Rektor geforderten Fahrradewege zurückzukommen: Diese Fahrradwege machen nur Sinn, wenn auch die Einsicht der Studenten da ist, auch wirklich die Fahrradwege benutzen.

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