Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Rücksichtslos

06.03.2020, Anonym, Rostock (Name dem Verlag bekannt)
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Hunde braucht Luft«"
im Rostocker Blitz vom 01.03.2020

Die Äußerung und Haltung von Frau Suchanek betrifft leider die meisten sogenannten Tierliebhaber/Hundeliebhaber. Sie rechtfertigt das Verhalten der Hundebesitzer damit, dass andere ja auch Schmutz, Dreck, Unrat, Abfall oder wie auch immer man das nennen will, hinterlassen. Dass sich auch Kinder oder überhaupt ein Mensch verletzen kann, scheint gar keine Rolle zu spielen, denn denen steht die Luft zum Atmen ja nicht zu. Sie müssen es hinnehmen, wenn sie von Hunden angesprungen, angekläfft und belästigt werden, weil die Besitzer ihre Hunde nicht in Griff haben, und sie ja »auch nichts tun«. Das es aber Menschen gibt, denen das unangenehm ist und sie das nicht mögen oder wollen, spielt gar keine Rolle.

Für Frau Suchanek besteht die Freiheit der Hunde darin, ihre Hinterlassenschaften überall liegen zu lassen. Die Bequemlichkeit und Faulheit der überwiegenden Hundeliebhaber soll toleriert werden und sie macht sich Sorgen, dass auch andere Arbeit haben. Es ist also in Ordnung, wenn Hunde im Sandkasten, auf Spielplätzen und Spielwiesen (was sind denn schon Kinder wert), auf Blumenbeeten, vor Haustüren, Gehwegen oder Fahrradwegen (ausrutschen) ihre Haufen hinterlassen. Toll ist auch, wenn die sogenannten Hundeliebhaber es geradeso schaffen, ihren ach so nach Luft ringenden geliebten Hund gerademal die Haustür aufgemacht kriegen, damit sie sich nicht überanstrengen müssen vor lauter Tierliebe.

Damit diejenigen, die im Auftrag von Frau Suchanek arbeiten dürfen, um die Hundehaufen zu beseitigen und auch vernünftigt bezahlt werden können gibt es nur eins: Die Hundesteuer deutlich anheben, einschließlich Futter und aller Utensilien, damit Hundehalter bewusster mit ihren Hunden umgehen. Wer meint, die Hinterlassenschaft seines Hundes nicht wegräumen zu müssen, sollte dann mal für einen Monat dazu verdonnert werden, Hinterlassenschaften von Hunden in einem Park, auf einem Spielplatz, Gehweg usw. wegzuräumen, weil es ja so viel Spaß macht in Hundehaufen zu treten und zu fassen.

Mit Beschimpfungen, wenn man höflich bittet, den Haufen wegzumachen, erreicht man leider nur das Gegenteil.

Etwas mehr Rücksicht seitens der Hundeliebhaber und kein Mensch will Ihnen und Ihrem Hund was oder Leinenzwang.

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