Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

»Rotkäppchen lügt«

16.05.2013, Dietmar Villwock, Plau am See

Kampagne des NABU – unverantwortliche Volksverdummung!

Die neuesten Aktionen des NABU, Deutschland bzw. Mecklenburg/Vorpommern für den Wolf »weichzuklopfen« bringen für mich das Fass endgültig zum Überlaufen. »Rotkäppchen lügt!« behaupten die Wanderprediger des NABU und ziehen damit in verantwortungsloser Arroganz und Ignoranz durch das Land und behaupten, Wölfe sind harmlose Waldbewohner, die eine natürliche Angst vor dem Menschen haben, ihm aus dem Weg gehen, sich von Aas, kranken, schwachen und ähnlichen Tieren ernähren. Ich warte noch auf den Tag, dass von NABU– Leuten behauptet wird, dass der Wolf, in Anbetracht der neuen politischen Lage, sich evolutionär zum Veganer entwickelt hat. Richtig ist: Der Wolf hat keine natürliche, angeborene Angst vor dem Menschen! Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten belegen genügend Todesfälle beim Zusammentreffen zwischen Wolf und Mensch! Prof. Dr. Ch. Stubbe hat in zahlreichen Arbeiten (er lebte selbst lange Zeit in Sibirien) nachgewiesen, dass der Wolf ein sehr gelehriges Tier ist. Macht er die Erfahrung, dass vom Menschen keine Gefahr ausgeht, wie nach Kriegen und besonders dokumentiert nach dem 2. Weltkrieg, zieht er auch Beute suchend durch die Dörfer. Dann ist es ihm egal ob er einen Hund, ein Schaf oder einen Menschen schlägt. Da ist der Mensch noch die leichteste Beute. Auch bei uns, in der Lausitz ziehen die Wölfe jetzt schon durch die Dörfer. Auch jetzt schon warnen die Eltern ihre Kinder wie beim Rotkäppchenmärchen, nicht alleine in den Wald oder im Dunkeln auf die Straße zu gehen. Damals wie heute sind das erzieherische Vorsichtsmaßnahmen der besorgten Eltern, die von den sogenannten »Wolfsexperten« (von denen sicher noch nicht einer einen Wolf in freier Wildbahn gesehen hat) verspottet werden. Es ist einfach frevelhaft, das Großraubtier Wolf zu verniedlichen! Er hat schon jetzt gelernt, dass vom Menschen keinerlei Gefahr ausgeht! Liest er manchmal die Zeitung? Marcus Rudolf und seine Freunde, die nach eigenen Angaben sich auf einem 3- Tageslehrgang zu Wolfsexperten, Wolfsbetreuern u.ä. haben entwickeln lassen, politisieren die eigentliche Naturschutzarbeit. Wie beim Seeadler, Otter, Biber und anderen, geht es nicht mehr um Schutz und Erhalt unserer Natur und Umwelt, sondern um ein Politikum. Der NABU als Retter der Nation. Unterstützung erhält der Bund auch noch durch Minister T. Backhaus, der in der Presse vollmundig erklärt, dass die Rückkehr des Wolfes politischer Wille ist, wir Wolfsrudel in M/V haben wollen und das mit Steuergeldern finanziert wird. Wessen politischer Wille ist das? Geht es hier wie immer um zukünftiges Koalitionskalkül (wie bei der Rabenvogelverordnung)? Hier muss nachgefragt werden, ist sich der Minister noch seiner politischen Verantwortung bewusst? Spielt er hier nicht eigenmächtig mit Steuergeldern? Steuergelder, die jeder Bürger zahlt, auch Landwirte, Schafzüchter, Touristikunternehmer usw. ?

Nun mal zur Sache selbst. Der Wolf zählt keineswegs zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Dort, wo sie genügend Lebensraum haben, wie in der Ukraine, Russland, Asien, Amerika und Afrika gehören sie ganz natürlich zum vorkommenden Großraubwild. Aber selbst dort gibt es immer wieder Konflikte zwischen menschlicher Besiedlung und Lebensraum des Wolfes. Es besteht also kein Grund hier in Deutschland das Raubtier Wolf zur heiligen Kuh zu erklären. Deutschland hat sich im Verlauf von Jahrhunderten zu einer bis in den letzten Zipfel bewirtschafteten Kulturlandschaft entwickelt. Die natürliche Landschaft wurde total zersiedelt, durch Verkehrswege fragmentiert, die Großstädte werden flächenmäßig immer größer. In der Landschaft bewegen sich nicht nur Land- und Forstwirte sowie Jäger, sondern auch spielende Kinder, Reiter, Hunde, Urlauber, Jogger, Radfahrer, Angler und andere. Mecklenburg ist Tourismusland und nicht Alaska oder Sibirien! Wo ist da bitte schön noch Platz für ein großflächig jagendes Raubtier? Dass der Wolf sich schon immer mal nach Deutschland verirrt hat, wissen wir seit –zig Jahren! Aber eben nur verirrt. Den natürlichen Lebensraum gibt es für ihn in Deutschland lange nicht mehr. Ganz zu schweigen von der Gefahr der Tollwut, einer tödlich endenden Krankheit, die durch die Immunisierung der Fuchsbestände ausgerottet scheint, die aber durch den Wolf wieder aufflackern kann. So wie durch besenderte Wölfe Wanderungen in kürzester Zeit bis Russland nachgewiesen werden konnten, ist der umgekehrte Wanderweg nicht ausgeschlossen. In der Ukraine, Belorussland und Russland gibt es nach wie vor die Tollwut. Diesen Fakt ignorieren die schon mehrfach genannten »Wolfsexperten« mit konstanter Boshaftigkeit!

Durch die Energiewende haben wir in der Landwirtschaft riesige Mais – und Rapsflächen, eine absolute Verödung der heimischen Flora und Fauna. Hier hätten wir ein gewaltiges Betätigungsfeld für den NABU. Die hunderte Hektar großen Feldflächen werden mit Bioziden zugeknallt, dass es nur so rauscht. Wo bleibt denn hier die Streitmacht der Naturschutzverbände? Lebensmittelskandale, Massentierhaltung, Zupflasterung der Umwelt mit immer größeren Windkraft- und Photovoltaikanlagen wären ein weites Feld für den NABU, auch politisch!

Aber nein, der NABU hat den Wolf auf seine Fahnen geschrieben. Auf der letzten Beratung der Wolfsbeauftragten wurde informiert, dass es mittlerweile ca 20 Wolfsrudel in Deutschland gibt (Sachsen, Sachsen- Anhalt und Brandenburg) Die oben genannten Experten sind sich darüber einig, dass in Deutschland Platz für etwa 400 (vierhundert !!!) Wolfsrudel ist. Das großflächige Schweden gestattet eine Gesamtzahl von 250 Wölfen. In Deutschland wird also politisch eine größere Wolfsdichte gewünscht, als beispielsweise auch in Sibirien. Allen voran wünscht sich das auch Minister Backhaus : »Willkommen Wolf«.

Stefan Koslik von der Schweriner Volkszeitung schreibt dazu lakonisch: »Ein Wolf frisst im Jahr etwa 1500 kg Fleisch, das sind 50 Rotkäppchen zu je 30 kg.« Die NABU – Leute, die man jetzt täglich mit ihren roten Käppchen in der Presse (und in den Wäldern?) sieht, sollten aufpassen! Wenn 400 Rudel (ca. 3000 bis 4000 Wölfe) Jagd machen, sind schnell mal 200000 Rotkäppchen gefressen... (im Jahr!)

Dietmar Villwock, Plau am See

Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung

Wolfsbeauftragter des Kreisjagdverbandes Parchim

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