Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Rote Schuhe verboten

01.12.2017, Waltraud Franz, Stralsund

Ja, das gab es wirklich, glaubt man den Stralsunder Stadtschauspielern, die vor 49 Mitgliedern des BRH-Ortsverbandes Stralsund, Geschichten aus dem Mittelalter sehr professionell darboten. Auf sehr amüsante Weise und zur Nachdenk-

lichkeit anregend, machten sie auf Missstände, Kurioses aber auch fortschrittliches Geschehen der damaligen Zeit in Stralsund aufmerksam.

Da ging es um Finanzgebaren des Bürgermeisters Wulflam, der die Stadtkasse in seinem Privathaus aufbewahrte, das Kirchenrecht und den Vormarsch der Lutheraner, verbunden mit dem Namen Bugenhagen und Ketelhot. Es war auch die Zeit, in der es zur Plünderung der Nikolaikirche kam. Amüsant, besonders für die Damen, dass es im 15. Jahrhundert besonders durch die Mönche einen Kampf gegen die aufkeimende Mode gab. Einen Mönch verärgerten die bei den Damen in Mode gekommenen roten Schuhe. In ihnen steckte der Teufel, so ver-

kündete er und ging auf die Frauen los, welche solches Schuhwerk trugen.

Es wurde ihm aber selbst zum Verhängnis, denn er wurde später auf dem Scheiterhaufen verbrannt!

Es war wieder ein gelungener Nachmittag.Dank an die Stadtschauspieler und den Organisatoren. Waltraud Franz, Stralsund

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