Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Rostocks erste Schnellstraße für Radfahrende entsteht in der Südstadt

27.11.2017, Anonym, Rostock (Name dem Verlag bekannt)

Die Beschaffenheit der Infrastruktur wirkt sich unmittelbar auf die Fahrgeschwindigkeit aus. Fahrräder könnten in der fahrradfreundlichen Hansestadt Rostock die Fahrzeuge sein, mit denen man auf schnellstem Wege einen Ortswechsel vollziehen könnte, wenn dies die Straßenverkehrsbehörde und der Straßenbaulastträger nicht zu verhindern wüssten. Auf den in Rostock bisher üblichen Radverkehrsanlagen dürfen Radfahrer lt. einschlägigen Urteilen im Allgemeinen nur halb so schnell fahren wie sie könnten, haben gegenüber dem Fahren auf der Fahrbahn längere Wartezeiten an Lichtsignalanlagen, müssen oft statt 1 Ampel 3 Ampeln beachten, müssen ständig Hindernissen und Wurzelaufbrüchen ausweichen, können auf viel zu schmalen Wegen nicht überholen, müssen an den meisten Einmündungen/ Kreuzungen über Bordsteine ständig abbremsen und beschleunigen und haben ständig mit Geisterfahrern- und Parkern zu tun (auch Lkw auf Radwegen). Letztendlich verlängert sich ihre Reisedauer überproportional gegenüber dem Fahren auf der Fahrbahn.

Bleibt zu hoffen, dass die versprochenen Schnellwege für Radfahrende wirklich nur für Führer von Fahrrädern sind und nicht wie auf dem 1600 m langen und 2,00 bis 3,50 m breiten gemeinsamen Geh- und Radweg Damerower Weg Autos, Bussen und Lkw ausweichen müssen. Wer die Nutzung umweltfreundlicher Fahrzeuge fördern möchte, muss dafür sorgen, dass die Dauer der Wege von Tür zu Tür kürzer ist als bei umweltschädlichen Fahrzeugen. Die Stadt wollte den Radverkehr fördern.

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