Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Rostocker Großprojekte

27.11.2018, Uwe Flachsmeyer, Rostock

Herr Pietschmann kritisiert in seinem Leserbrief, dass wir GRÜNEN die Sorgen des Stadtschülerrates aufgenommen haben und uns für schnellere Schulsanierungen einsetzen. Dazu stehen wir. Der Stadtschülerrat hat nämlich völlig recht, denn der neue Wirtschaftsplan 2019 für Sanierungen in der Hansestadt zeigt erneut Verzögerungen bei den Schulen. Gleichzeitig hat der Wirtschaftsplan offenbart, dass die beiden Großprojekte Rathausanbau und Petritor sich enorm verteuert haben. Die Kosten für das Petritor sind von 2,9 Millionen auf 6,4 Millionen Euro gestiegen, die Ausgaben für den Rathausanbau sogar von zehn auf 40 Millionen. Der Anbau sollte eigentlich entstehen, um langfristig Geld einzusparen. Tatsächlich liegt dafür aber nicht einmal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor, das heißt, kein Mensch weiß, ob Kosten und Nutzen mittlerweile überhaupt noch in einem Verhältnis stehen. Deswegen können wir als GRÜNE diesen Ausgaben derzeit nicht guten Gewissens zustimmen. Wir haben darum den Antrag gestellt, die Großprojekte aus dem Wirtschaftsplan für 2019 zu streichen und notwendige Schulsanierungen vorzuziehen. Dass diese dringend nötig sind, darüber dürften sich die meisten Menschen in Rostock einig sein.

Uwe Flachsmeyer

Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Rostock

 

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