Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Ribéry, der "Sportler"

09.01.2019, Hans Lüdtke, Ludwigslust

Als ich in der letzten Woche die Meldung über die zum wiederholten Mal getätigten Aussagen von Franck Ribéry las, war ich zutiefst schockiert und entsetzt. Mir ist unerklärlich, dass der FC Bayern, der DFB, und die gesamte deutsche Sportwelt, sich dieses immer wieder bieten lassen und durch ihr Nichtstun sich mehr oder weniger mit seinen Aussagen gleichstellen. Ribéry ist für mich kein Sportler, er hätte eine gute Rolle im alten Rom als Gladiator gemacht, d.h. als Kämpfer der alle und alles niedermacht. Persönlich bin ich kein Fußballfan, aber wenn ich bei den Bundesligaspielen des FC Bayern das Auftreten des Franck Ribéry beobachte, habe ich schon sehr oft gedacht, das ist nicht das mentale Problem eines Sportlers, vielleicht liegt das Problem ganz wo anders. Zu seinen letztlichen Aussagen möchte ich noch kurz betonen und mit dieser Einschätzung liege ich nicht allein, dass seit der ersten großen Entgleisung im Bereich der Fäkalsprache, durch den vielgelobten Herrn Böhmermann und dessen nachträgliche gesellschaftliche Auszeichnung, hat sich der Stil bei öffentlichen Auseinandersetzungen auf einen derart abwegigen Bereich begeben, der für mich Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben hat.

Hans Lüdtke, Ludwigslust

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