Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Rente mit 67

24.11.2010, Ulrike Mascher

 

Die Rente mit 67 bedeutet bei der aktuellen Beschäftigungslage und den zu erwartenden arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen keine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, sondern eine längere Arbeitslosigkeit und eine Ausdehnung der Altersarmut.

Bei der bestehenden Altersgrenze von 65 schafft es noch nicht einmal jeder Zehnte, mit 64 noch in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu sein. Nur 9,2 Prozent der 63-Jährigen und 6,3 Prozent der 64-Jährigen haben noch eine Vollzeitbeschäftigung.

Die Gefahr der Arbeitslosigkeit im fortgeschrittenen Alter steigt. Für die Betroffenen verlängert sich nicht die Lebensarbeitszeit, sondern die Zeit der Arbeitslosigkeit. Vom Wirtschaftsaufschwung und dem allgemeinen Rückgang der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr konnten die Älteren nicht profitieren. Die Arbeitslosenquote bei den 55- bis 65-jährigen liegt unverändert bei 8,4 Prozent. Nur knapp ein Viertel der über 55-Jährigen schafft den Übergang aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung. Die Chancen Älterer, wieder in Arbeit vermittelt zu werden, sind schlecht, da sie als weniger leistungsfähig und qualifiziert eingestuft werden. Wer als 55-Jähriger arbeitslos wird, hat kaum eine Chance, einen neuen Job zu finden.

Ulrike Mascher, VdK

 

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