Mecklenburger Blitz Verlag

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Rechenschaft abgelegt

13.03.2019, Margrit Reimann, Mitglied der Deutschen Rheuma-Liga in Rostock

Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit ihren 300.000 Mitgliedern die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen in Deutschland. Sie setzt sich für die Interessen der rheumakranken Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein und organisiert und fördert Maßnahmen und Aktivitäten zur Befähigung der Betroffenen, besser mit den Problemen und Schwierigkeiten der Erkrankung umzugehen. Auf der Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga Rostock am 9. März 2019 wurde Rechenschaft darüber abgelegt, was die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Geschäftsstelle und andere Aktive geleistet haben, um gute Rahmenbedingungen für eine wirkungsvolle Selbsthilfe zu gestalten. Die Organisation und die gute therapeutische Leitung und Betreuung der 33 Wasser- und 14 Trockengymnastikgruppen mit insgesamt ca. 580 Teilnehmern ist eine der Hauptaufgaben. Die Nachfragen nach freien Plätzen in diesen Gruppen sind aber viel mehr als die vorhandenen Kapazitäten und das bereitet große Probleme und manchmal auch persönlichen Ärger. Selbsthilfe ist aber noch mehr, als die bewegungstherapeutischen Aktivitäten der Rheumakranken. Es gehört auch zur Krankheitsbewältigung, sich nicht mit seinen Schmerzen und anderen Einschränkungen der Lebensqualität zurück zu ziehen. Das abwechslungsreiche und interessante Programm der AG Rostock bietet eigentlich jedem die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Freude zu erleben. Im Jahresprogramm 2019 werden Busfahrten, ein Frühlingsfest, ein Grillnachmittag, eine Nachtwächterführung durch Rostock, eine Fahrt zum Friedrichstadtpalast in Berlin, ein plattdeutscher Nachmittag u. v. a. m. angeboten. Was aber wäre die Rheuma-Liga in Rostock und im ganzen Land, wenn es nicht die Ehrenamtler gäbe, die sich dafür engagieren, damit Selbsthilfe funktioniert und wirksam ist. Die anwesenden Mitglieder der AG brachten ihren Dank und ihre Anerkennung für deren uneigennützige Arbeit mit Worten und großem Beifall zum Ausdruck. Leider war kein Vertreter aus dem Vorstandes des Landesverbandes auf dieser Versammlung anwesend, um mit anerkennenden Worten und vielleicht auch mit Blumen den Aktiven zu danken. Immerhin sind in Rostock ca. ein Viertel aller Mitglieder des Vereins in MV organisiert. Die Mitbegründerin der Rheuma-Liga in MV und der AG Rostock und Ehrenmitglied, Frau Brigitte Schneider, die selbst 22 Jahre ehrenamtlich im LV tätig war, fand herzliche Dankesworte für die Arbeit der Ehrenamtler und überreichte der Leiterin der AG Rostock, Frau Edith Malchow, eine persönliche Spende in Höhe von 500 Euro. Sie betonte, dass diese zweckgebunden für eine Auszeichnung und Anerkennung ihrer Helfer verwendet werden soll. Die Teilnehmer der Jahresversammlung unterstützten mit ihrem Beifall diese Zweckbestimmung. Es bleibt nur zu hoffen, dass die dringende Bitte um noch mehr Mithilfe und Unterstützung durch weitere Mitglieder der Rheuma-Liga in Rostock nicht erfolglos bleibt.

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