Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Rattengift tötet Katzen

10.04.2012, Karin Lunderstedt

Und wieder ist ein von seiner Familie sehr geliebter Kater durch Rattengift ums Le­ben gekommen. Der lange qualvolle Tod dieses zutraulichen Tieres, den der Tierarzt trotz intensiven Bemühens nicht stoppen konnte, wirft die Frage auf, wie viel Hunde und Katzen noch sterben müssen, weil Tierhasser ihre eigenen Gesetze aufstellen. Die Leute, die dieses Gift auslegen, kennen keine Gnade mit Tieren. Ihnen ist egal, wie qualvoll diese Tiere verenden. Dass Hunde und Katzen, die dieses Gift fressen, ei­nen langen schmerzvollen Tod erfahren, nehmen sie in Kauf bzw. dieses ist sogar gewollt. Denn viel­fach ist Tierquälerei noch immer ein Tabu-Thema in Deutschland.

Es wird auf Katzen mit Luftgewehren geschossen, die Tiere werden ausgesetzt, in Re­gentonnen er­tränkt oder in Abfallcontainern bzw. Altkleidercontainern entsorgt.

Engagierte Tierschützer sind oft rat- und hilflos.

Gesetzlich ist geregelt, dass man kein Rattengift ohne Genehmigung auslegen darf. Die Gefahr, dass Kinder bzw. Haustiere an das Gift gelangen, ist zu groß. Eine Rat­tenbekämpfung durch Laien ist nach § 17 des Tierschutzgesetzes verboten und wird mit Geldstrafen bzw. eine Freiheitsstrafe bis zu 3 Jah­ren geahndet. Und doch ist Rattengift frei verkäuflich!!!

Grundsätzlich ist es so, dass bei einem Nachweis von Ratten das Gesundheitsamt zu informieren ist. Schadnager dürfen nur von Personen getötet werden, die gegenüber den zuständigen Veterinärämtern ihre besondere Sachkenntnis nachgewiesen haben (in Neubrandenburg ist es z.B. der Schädlingsbe­kämpfer Rainer Pohl). Der Ort, an denen Giftköder ausgelegt wurden, wird dann mit auffällig oran­gefarbenen Zetteln gekennzeichnet, Rattenlöcher werden verschlossen. Diese Stellen müssen von Haustieren unerreichbar bleiben.

Übrigens ist die Katze das natürlichste Ungeziefervernichtungsmittel, das es gibt! Sie tötet mehr Mäuse und Ratten als sie fressen kann.

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