Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Rad- und andere Wege

01.06.2016, Brigitte Schneider, Warnemünde

Die Stadt Rostock plant Radschnellwege und das Land spendiert aus dem Fördermitteltopf 15.000 Euro dazu. Ich wusste gar nicht, dass es bisher eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf »normalen« Radwegen gab.Dürfen dann auch so genannte Langsamfahrer diese neuen Wege befahren und wie schnell muss man sein, wenn man sie benutzen darf? Kommt die Stadt eigentlich mit den Mitteln für die neuen Verkehrsschilder und die Erweiterung der Verkehrsordnung aus? Nicht zu vergessen wären da auch die Ausgaben für die Kontrolleure der Einhaltung der Benutzerordnung für Radschnellwege.

Um den Titel »Vorreiter im Klimaschutz« zu erhalten, lassen sich die Stadtväter und -mütter eben etwas einfallen. Ich habe nichts gegen Radfahrer, im Gegenteil! Sie tun viel für ihre eigene Gesundheit, denn wie sagt der Volksmund: »Bewegung ist das halbe Leben« und setzen Maßstäbe für den Klimaschutz, weil zumindest das Rad keine Abgase hinterlässt. Und auch die Krankenkassen freuen sich. Aber ich habe etwas gegen die, die auf Bürgersteigen ohne Rücksicht auf Verluste Fußgänger in Gefahr bringen, insbesondere ältere und behinderte Menschen, die nicht so schnell zur Seite »springen« können, wenn ein Radfahrer mit und vor allem auch ohne Warnsig­nal von hinten nach vorn an ihnen vorbei rast. Besonders in Warnemünde könnten die Strafzettelverteiler für Falschparker doch auch gleich die Radrabauken mit zur Kasse bitten. An Fußgängerampeln könnte man auch eine neue Einnahmequelle erschließen. Aber das geht wohl leider nicht, denn dafür gibt es noch keine gesetzliche Grundlage und keine Fördermittel für zusätzlich Personalkosten.

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