Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Putin, Facebook und die 50 Millionen

26.03.2018, Hartwig Niemann, Rostock

Was bezüglich dieses Sachverhaltes von den Medien interpretiert, in Talkshows klein geredet und bei Russlandgegnern wie ein Sahnebonbon über die Zunge rollte, hat momentan Formen angenommen, dass ich mir die Frage stelle, wie lange man uns noch zum Narren halten will. Was für ein Polittheater – alles vom feinsten? Pustekuchen!

Beiträge im Fernsehen und in der Tagespresse konzentrieren sich jetzt nur noch auf Facebook und die 50 Millionen missbrauchter Daten, die angeblich zur Wahl des amerikanischen Präsidenten beeinflusst haben.

Als dieser Datenmissbrauch noch nicht bekannt war, überschlug man sich förmlich in den Tagesthemen und in der Tagespresse und schob dem „bösen Putin“ immer wieder den „Schwarzen Peter“ in die Schuhe.

Mit sachlicher- politischer Information sind solche Verhaltensweisen nicht mehr in Einklang zu bringen. Dieses dummdreiste und flegelhafte Benehmen wird anscheinend immer tiefgründiger genutzt und erweckt bei mir den Eindruck der zielgerichteten Irreführung des deutschen Michels.

Putin hat doch immer wieder behauptet, dass Russland die US-Wahl nicht beeinflusst hat. Eine Feststellung , die auch Trump ihm abnahm.

Und jetzt führt die Spur nach England. Die britische Premierministerin sollte den Mund nicht immer so voll nehmen wenn es um Rußland geht. Der Datenmissbrauch von Facebook ist zurückzuführen auf die britische Analysefirma Cambridge Analytica. Und jetzt? Auf einmal ist Putin vergessen und steht nicht mehr im Mittelpunkt. Jetzt stürzt man sich auf Facebook wie ein Hai auf einen Hering.

Russland betreffen gibt es jetzt ein neues Thema: Doppelmord an einem Doppelagenten und seiner Tochter. Das Kuriose an dieser Geschichte, wieder ein Vorkommnis in England. Der Schuldige? Richtig! Russland und der „böse Putin“ wer sonst. Die englische Premierministerin überschlägt sich förmlich mit ihren Behauptungen, dass Putin dahinter steckt. Sie sollte lieber aufpassen, dass sie sich nicht vor lauter Wut auf die Zunge beißt. Was für eine kuriose Welt: lauter Lügen und nochmals Lügen. Wie lange geht das gut.

 

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